Chemnitzer Innenstadt wird zur Klang- und Spielmeile

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Chemnitz - Trotz der hohen Temperaturen zog es am Sonntag Hunderte Besucher in die Chemnitzer Innenstadt. Zum 12. Mal fand die "Fête de la Musique" statt. An insgesamt neun Orten wurde gesungen und getanzt - alles kostenlos.

Zahlreiche Mitmachstationen zeigten, wie lebenswert die Stadt sein kann. Max (13, l.) und Ricarda Opitz vom Verein "Regenbogenbus" spielten Leitergolf.
Zahlreiche Mitmachstationen zeigten, wie lebenswert die Stadt sein kann. Max (13, l.) und Ricarda Opitz vom Verein "Regenbogenbus" spielten Leitergolf.  © Ralph Kunz

Besonders viele Besucher versammelten sich an der Bühne auf dem Neumarkt. Gleich zu Beginn um 15 Uhr trat dort die "KaSchmiR-Band" der städtischen Musikschule auf. Die junge Band spielte Songs wie "Don't Stop The Music" von Rihanna. Daneben läutete die Chemnitzer Synth-Pop-Band "Superkollision" das Straßenmusikfest auf der Bühne im Stadthallenpark ein.

Auf der DJ-Bühne am Nischel treten am Abend mehrere Acts aus der Clubszene auf, darunter Kainat und Benninja.

Abseits der Musik veranstaltete die "Allianz für Substanz" erstmals eine temporäre Spielstraße auf der Brückenstraße. Vereine, Initiativen und Einrichtungen aus den Bereichen Jugendhilfe, Kultur und Sport luden zu vielfältigen Mitmachstationen ein.

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Unter dem Motto "Kinderrechte auf die Straße" standen ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt. Gleichzeitig sollte auf die Bedeutung der Kinder- und Jugendarbeit sowie drohende Kürzungen aufmerksam gemacht werden.

Auf der Bühne am Neumarkt trat die "KaSchmiR-Band" auf.
Auf der Bühne am Neumarkt trat die "KaSchmiR-Band" auf.  © Ralph Kunz
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Tina Kreller (36, l.) und Gregor Richter (44) von der "Allianz für Substanz" haben die Spielstraße mitorganisiert.
Tina Kreller (36, l.) und Gregor Richter (44) von der "Allianz für Substanz" haben die Spielstraße mitorganisiert.  © Ralph Kunz

3,8 Millionen Euro Defizit

Hintergrund ist das angekündigte Defizit von 3,8 Millionen Euro im Bereich der Jugendhilfe für das kommende Jahr.

"Wenn weiter eingespart und gekürzt wird, gibt es kein schönes, buntes Miteinander. Dann ist alles nur noch grau und leer für die jungen Menschen", sagte Tina Kreller (36) vom Stadtjugendring Chemnitz. Die Spielstraße zeige dagegen, was eine lebenswerte Stadt ausmache.

Titelfoto: Ralph Kunz

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