Geschichte(n) zum Tag des offenen Denkmals: An der Chemnitzer Schlosskirche wurde einst Bier gebraut

Chemnitz - Ohne Schlosskirche kein Chemnitz - auf diesen Nenner lässt sich die atemberaubende Geschichte des Benediktinerklosters auf dem Schlossberg bringen.

Das frühere Benediktinerkloster und heutige Museum sowie die Schlosskirche bildeten die Keimzelle von Chemnitz.
Das frühere Benediktinerkloster und heutige Museum sowie die Schlosskirche bildeten die Keimzelle von Chemnitz.  © Sven Gleisberg

Grund genug für Baubürgermeister Michael Stötzer (49, Grüne), hier zum Tag des offenen Denkmals die 11. Info-Stele zur Chemnitzer Geschichte einzuweihen. Gästeführerin Edeltraud Höfer (66) kennt die Geschichte genau.

"Nach Stiftung des Klosters 1136 durch Lothar II. von Süpplinburg wurden hier Fernhandel, geistliche Arbeit und die Ansiedlungen drum herum angekurbelt. Die Mönche brauten auch ein ausgezeichnetes Bier. Das war wichtig, denn das Wasser aus den Brunnen war ungenießbar und die Leute tranken lieber Bier."

1539 schloss Fürst Moritz das Kloster, widmete es in ein Jagdschloss um. Daher der Name Schloßchemnitz. Doch Moritz starb vor dem Umbau. Sein Nachfolger August baute lieber die Augustusburg.

Michael Stötzer und der Leiter des Schlossbergmuseums, Uwe Fiedler (61), vor der Figur der Frau des Klostergründers, Kichenza.
Michael Stötzer und der Leiter des Schlossbergmuseums, Uwe Fiedler (61), vor der Figur der Frau des Klostergründers, Kichenza.  © Maik Börner

Weitere Stelen im Chemnitzer Zentrum sollen folgen

Die Geschichte des Schlossbergs auf einer 2,20 Meter hohen Stele: Kristina Krause (42), Stefan Thiele (41) und Baubürgermeister Michael Stötzer (49) enthüllten die Tafel.
Die Geschichte des Schlossbergs auf einer 2,20 Meter hohen Stele: Kristina Krause (42), Stefan Thiele (41) und Baubürgermeister Michael Stötzer (49) enthüllten die Tafel.  © Maik Börner

Die Stele erzählt die Geschichte auf Deutsch und Englisch. Für die Gestaltung sorgte Museums-Kurator Stefan Thiele (41). Ihre Aufstellung verdankt sie Sponsoren wie dem Verein der Gästeführer Chemnitz und Kristina Krause (42).

Michael Stötzer freute sich: "Diese Stele war überfällig. Hier, vor der Schlosskirche, war die Keimzelle der Stadt Chemnitz." Ein Ort, den Stötzer gut kennt. Arbeitete er doch in den 90er-Jahren als Maurer an der Schlosskirche mit.

Die Stadt begann 2018 am Marktplatz mit dem Aufbau der Stelen. 2023 sollen noch zwei Informationstafeln folgen am Theaterplatz und an der Stadthalle. Die Stadt sucht dazu Sponsoren, die ab 250 Euro auf der Stele genannt werden.

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Anfragen können an folgende E-Mail-Adresse geschickt werden: protokoll@stadt-chemnitz.de.

Titelfoto: Sven Gleisberg/Maik Börner

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