Gründer Frieder Bach erklärt: So kam Chemnitz zum Fahrzeugmuseum
Chemnitz - Wieso ausgerechnet ein verletztes Knie der Auslöser dafür war, dass Chemnitz heute ein Fahrzeugmuseum hat, und wie die Sammlung in die Stadt kam, erklärt Museumsgründer Frieder Bach (82) in seinem neuen Buch.
"Eigentlich wollten wir die zweite Auflage des Buchs 'Chemnitzer Oldtimergeschichte(n)' machen. Beim Durchgehen fiel mir auf: Das sind alles Geschichten, die mit der Entstehung des Fahrzeugmuseums zu tun haben", sagt Bach.
In "Wie Chemnitz zu einem Fahrzeugmuseum kam" (Mironde Verlag, 14,50 Euro) erzählt Bach Anekdoten und Geschichten rund um die Fahrzeuge seiner Sammlung. Dafür erinnert er sich bis in die 1960er-Jahre zurück.
Um 1968/69 begann Bach mit dem Sammeln. Nachdem er sich mehrfach das linke Bein verletzt hatte, besorgte er sich ein Motorrad mit Trittbrettern und Handschaltung: eine NSU Baujahr 1927. "Als das Bein wieder in Ordnung war, konnte ich es nicht übers Herz bringen, sie wegzuschmeißen."
Das brachte den Stein ins Rollen: Ein Besucher glaubte, Bach sammle Motorräder, und verkaufte ihm eine BMW, Baujahr 1928. Wenn sammeln, dann aber nur eine Firma, dachte sich Bach.
"Und da kam nur DKW infrage." Also tauschte er die BMW und kaufte nach und nach weitere Motorräder und Autos an. Manche holte er sogar eigenhändig von Scheunendachböden.
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Nach Hochwasser zog das Museum nach Chemnitz
Eine Zeit lang standen die Fahrzeuge vor seinem Haus. Doch: "Die kannst du nicht so auf dem Hof stellen, die musst du trocken stellen."
Also zog die Sammlung zunächst in eine Scheune, wechselte später den Standort und landete schließlich im Wasserschloss Klaffenbach.
Nach dem schweren Hochwasser 2002 und Bauarbeiten, die den Museumsbetrieb im Wasserschloss lahmlegten, zog das Fahrzeugmuseum 2008 an seinen heutigen Standort an der Zwickauer Straße.
Titelfoto: Uwe Meinhold
