50 Jahre Orgel-Leidenschaft: Kreuzkirchen-Kantor zieht alle Register
Chemnitz - Seit 50 Jahren sitzt Steffen Walther (63) an der Orgel und die Faszination ist bis heute ungebrochen. Der Kantor der Kreuzkirche feiert sein Jubiläum während des 2. Chemnitzer Orgelsommers. Noch sieben Wochen lang erklingen jeweils mittwochs Orgelkonzerte in Chemnitzer Kirchen.
"Ich hatte als Kind schon immer den Wunsch, Orgel zu spielen", erzählt Walther. Die Liebe zur Musik wurde ihm in die Wiege gelegt: "Ich komme aus einem musikalischen Haus. Meine Eltern sind beide Berufsmusiker gewesen."
Mit fünf Jahren lernte er Klavier, mit 13 wechselte er zur Orgel. Heute ist er seit 40 Jahren Kantor der Kreuzkirche, unterrichtet an der Hochschule für Kirchenmusik in Dresden und gibt Konzerte im In- und Ausland.
Bis heute begeistert ihn sein Instrument: "Die unendlichen Möglichkeiten, die eine Orgel bietet, faszinieren mich – und dass jede Orgel anders ist." Die "Eule"-Orgel der Kreuzkirche besitzt rund 2500 Pfeifen, zwei Manuale, Pedal und 37 Register.
"Das mehrdimensionale Musizieren ist eine spezielle Schwierigkeit auf der Orgel. Man benötigt ein hohes Koordinationsvermögen."
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Kreuzkirchen-Kantor spielt am 19. August beim Chemnitzer Orgelsommer
Neue Werke bereitet Walther oft monatelang vor. "Es geht nicht nur darum, die richtigen Noten zum richtigen Zeitpunkt zu drücken, sondern die Idee zu verstehen und das in Kunst umzusetzen. Das ist die eigentliche künstlerische Herausforderung."
Sein Repertoire reicht von der Renaissance bis zur Moderne, mit einem Schwerpunkt auf Johann Sebastian Bach.
Walther spielt am 19. August beim Chemnitzer Orgelsommer. Bis dahin stehen noch fünf weitere Konzerte auf dem Programm, unter anderem mit Markus Kaufmann in der Kreuzkirche am Mittwoch, 20 Uhr.
Weitere Infos gibt es unter kirchenbezirk-chemnitz.de.
Titelfoto: Ralph Kunz

