Smac-Direktorin geht in Rente: So blickt Sabine Wolf auf fast 15 Jahre Museum zurück

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Chemnitz - Fast 15 Jahre lang hat Sabine Wolfram (66) das Staatliche Museum für Archäologie (smac) im ehemaligen Kaufhaus "Schocken" in Chemnitz geprägt. Ende des Jahres gibt die Gründungsdirektorin ihren Posten ab.

Museumschefin Sabine Wolfram (66) blickt positiv auf 15 Jahre im smac zurück.
Museumschefin Sabine Wolfram (66) blickt positiv auf 15 Jahre im smac zurück.  © Kristin Schmidt

"Eigentlich wäre ich schon längst im Ruhestand. Doch ich habe noch einmal um fünf Monate verlängert", sagt Wolfram. Sie will das Tacheles-Programm noch bis zum Ende begleiten.

Ihr Fazit: "Es war der Traumjob meines Lebens. Wir hatten immer über 50.000 Besucher pro Jahr. Das macht mich stolz."

Die Prähistorikerin kam nach ihren Stationen am Museum Steinheim in Hanau, am Museum für Natur und Mensch in Oldenburg und an der Uni Leipzig nach Chemnitz. Seit dem 1. April 2012 ist sie Direktorin des smac.

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Vorher war sie bereits zweimal in der Stadt - wegen der Bob-Dylan-Ausstellung (2007) in den Kunstsammlungen und auf Wohnungssuche. Studiert hat sie in Göttingen und Sheffield (England). Eine Ausgrabungskelle aus dieser Zeit steht bis heute in ihrem Regal. "Diese war damals stets mein Begleiter", sagt sie.

Als sie anfing, war das Museum noch ein Rohbau. Am 15. Mai 2014 wurde das smac eröffnet mit vollen Schlangen vor dem Haus. "Bis heute ein prägender Moment für mich", sagt sie.

Besonders im Gedächtnis blieb ihr auch die Sonderausstellung "Leben am Toten Meer" von 2019/20. Dafür reiste sie nach Israel, knüpfte Kontakte und arbeitete unter anderem mit dem Israel Museum zusammen. "Mein Herzstück", nennt Wolfram die Schau.

2012 trat Sabine Wolfram ihren Dienst an. Damals war das smac noch eine Baustelle.
2012 trat Sabine Wolfram ihren Dienst an. Damals war das smac noch eine Baustelle.  © Sven Gleisberg
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Chemnitz will Sabine Wolfram treu bleiben

Das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz (smac) an der Brückenstraße.
Das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz (smac) an der Brückenstraße.  © Sven Gleisberg

Am 18. Dezember ist ihr letzter Arbeitstag. Und danach? "Erst mal muss ich keinen Wecker mehr stellen." Doch der Ruhestand sei ein "richtig großer Einschnitt". "Man muss sein ganzes Leben neu erfinden."

Pläne hat sie trotzdem: ausmisten, den Garten verändern und länger nach England reisen. In der Stadt möchte sie wohnen bleiben. Die Stadt sei groß genug, dass einiges los ist, aber klein genug, dass man sich ständig über den Weg läuft.

Zudem freut sie sich auf die Zeit als "normale Museumsbesucherin". "Es wird auch ganz schön werden, mal wieder in ein Museum zu gehen, ohne dabei ständig auf Beleuchtung oder Ausrichtung der Vitrinen zu schauen."

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Für ihre Nachfolge hat Wolfram einen klaren Rat: "Das Haus weiter zusammenhalten." Und falls Beratungsbedarf besteht, hat sie auch künftig ein Telefon.

Titelfoto: Bildmontage: Sven Gleisberg, Kristin Schmidt

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