"Theater der Welt"-Festival: Aufführungen in ganz Chemnitz geplant

Chemnitz - Alle drei Jahre findet das Theater-Festival "Theater der Welt" statt. In diesem Jahr gastiert es vom 18. Juni bis 5. Juli in Chemnitz. Dafür wurden am Spinnbau neue Räume erschlossen.

Christoph Dittrich (59) und Stefan Schmidtke (57) zeigen die Programmzeitung zum "Theater der Welt".  © Sven Gleisberg

Die aktuelle Ausgabe wurde von neun internationalen Kuratoren gestaltet. Inhaltlich widmen sich die Produktionen zentralen globalen Themen wie Herkunft, Identität und Machtverhältnissen. Diese Themen werden leicht aufbereitet, denn etwa ein Drittel des Programms richtet sich an Kinder und Familien.

Darüber hinaus werden alle Aufführungen durch Einführungen begleitet, sagt Stefan Schmidtke (57), einer der drei Festival-Direktoren. "Dabei erklären wir den Kontext, woher das Stück kommt, was es ist." Zudem werden alle Stücke ins Deutsche übersetzt.

Aufführungen finden in der Oper, am Theaterplatz oder in der Hartmannfabrik in Chemnitz statt. Im Zentrum des Festivals steht jedoch der Spinnbau.

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Der Spinnbau in Altchemnitz wird zum Festivalzentrum.  © Sven Gleisberg

Neue Spielorte für Chemnitzer Theater-Festival gesucht

Der hinter dem Gebäude liegende Park wird für Freilichtaufführungen wiederhergerichtet.  © Sven Gleisberg

Neben bekannten Spielstätten wie der großen Bühne, dem Figurentheater und dem Ostflügel gibt es neue Räume. Theater-Chef Christoph Dittrich (59) erklärt: "Es wurden also Spielorte gesucht, die gemeinsam mit dem Publikum erobert werden können."

Denn im zeitgenössischen Theater verlieren klassische Bühnen an Bedeutung. So entsteht im zweiten Obergeschoss des Spinnbaus "Halle 2" für Performances. "Und die 'Halle 5', ein Industriebau auf dem Hof mit einem sehr rauen Charme."

Dazu wird der mittlerweile verwucherte Park am Spinnbau belebt. "Er erhält dann auch eine Bühne, damit draußen Kunst funktionieren kann."

Chemnitz Kultur & Leute Was Theater-Chef Dittrich über das Chemnitzer Schauspielhaus denkt

Das "Theater der Welt" kostet drei Millionen Euro. Die Basisfinanzierung übernehmen zu je einem Drittel die Stadt Chemnitz, der Freistaat Sachsen und der Bund.

Dazu beteiligen sich verschiedene Institutionen und Firmen als Drittmittelgeber und Partner.

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