Von der Ermittlerin zur Regieassistentin: "Erzgebirgskrimi"-Star tauscht heute die Rollen
Chemnitz - TV-Star Teresa Weißbach (45) gibt am Freitag ihr Debüt in der Oper Chemnitz. In der Operetten-Adaption "Der Vogelhändler" vom österreichischen Komponisten Carl Zeller (1842-1898) spielt sie die quirlige Regieassistentin Irmi Polter - eine Rolle, die extra für sie ins Stück geschrieben wurde. Bei der Generalprobe hielt sich ihre Aufregung in Grenzen, dafür hatte die echte Regieassistentin gut zu tun.
Weißbach steht sonst vor den Kameras des "Erzgebirgskrimis", jedoch ist sie die Bühne gewohnt: "Ich spiele seit Anbeginn Theater."
Der Unterschied für Weißbach: "Die Bühne ist ein unmittelbares Erlebnis. Jeder Abend ist anders." Dafür könne sie beim Krimi so lange an den Szenen feilen, bis alles perfekt im Kasten ist.
In ihrer Rolle führt Weißbach mit Witz durch die Operette, trägt Requisiten und interagiert mit Generalmusikdirektor Benjamin Reiners (43) und Schauspielern.
"Im letzten Stück singe ich mit, und ich darf auch einen kleinen Teil im Orchester mitspielen." Da setzt sie sogar das Waldhorn an und bläst ein paar Töne.
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Regieassistentin freut sich, ihren Job auf der Bühne zu sehen
Sollte bei der Premiere etwas schiefgehen, springen Regisseurin Annika Nitsch und Regieassistentin Katharina Kunze (28) ein. Sie kennen den "Vogelhändler" auswendig - wissen, wann was auf der Bühne passieren soll.
"Ich habe die Rolle der Irmi Polter mit echten Geschichten unterfüttert", lacht Nitsch. Und da war alles dabei - vom Soufflieren bis hin zum Spielen einer Rolle mit gesprochenem Dialog.
Kunze freut sich, eine Regieassistentin, wenn auch vereinfacht dargestellt, auf der Bühne zu sehen: "Denn niemand kann sich so richtig vorstellen, was ein Regieassistent leistet."
Titelfoto: Bildmontage: Sven Gleisberg, Nasser Hashemi/Theater Chemnitz
