Limbach-Oberfrohna - Schreck auf dem Schulweg: In einem Bus der Linie 253 von Chemnitz-Rabenstein nach Limbach-Oberfrohna (Landkreis Zwickau) platzte ein Silikonschlauch der Dachheizung. Kühlwasser spritzte daraufhin in den Fahrgastraum.
Ein Mädchen, das im Bus saß, schilderte ihrem Vater dramatische Szenen: "Die Kinder hatten Panik", erzählt Lutz Beyer (45). Das Wasser sei an die Wände gespritzt und durch den Bus gelaufen. Außerdem habe es gestunken. Nach Angaben seiner Tochter habe es mehrere Minuten gedauert, bis der Fahrer die Türen öffnete.
"Dass der Fahrer den Bus absichern muss, verstehe ich. Aber wenn die Kinder rauswollen ..."
Wie der Busbetreiber RVW erklärt, hatte der Fahrer zunächst eine Fehlermeldung wegen fehlenden Kühlwassers bemerkt und den Bus gestoppt. Zu diesem Zeitpunkt sei noch nicht erkennbar gewesen, dass sich die beschädigte Leitung direkt über den Fahrgästen befand. "Erst als die Situation für ihn klar wurde, hat er die Türen geöffnet und die Fahrgäste sind ausgestiegen", so ein RVW-Sprecher.
Für zusätzliche Unruhe sorgte der Zeitpunkt des Vorfalls: Erst eine Woche zuvor war ein Bus der RVW wegen eines technischen Defekts in Brand geraten. Einen Zusammenhang sieht das Unternehmen nicht.
Die Fahrzeuge würden regelmäßig gewartet, ihr Alter von sechs und elf Jahren sei im ÖPNV üblich.