Bärendienst vollendet! Alle Brunnen-Figuren sind fertig
Chemnitz - Die Plastiken für den historischen Chemnitzer Bärenbrunnen sind fertig und für gut befunden. Viel fehlt nicht mehr, bis das bronzene Monument nach mehr als 20 Jahren wieder das Stadtbild ziert.
Den Bärendienst hat Bildhauer Jochen Müller (63) erwiesen, der die drei Fellpfoten in Gips nachmodellierte (Kosten: rund 26.000 Euro). Keine leichte Aufgabe: Als Vorlage dienten ihm Schmalfilm-Aufnahmen aus den 1950ern und 1960ern.
Diese hatten ihre toten Winkel: "Die Bilder zeigten die Bären weder von hinten noch von oben", erklärt "Papa Bär" Sandro Schmalfuß (44), der das Projekt "Drei Bären für Chemnitz" ins Leben gerufen hatte. Und dennoch: "Das Ergebnis ist ausgezeichnet und sehr nah am Original."
Während die Gipsplastik in den kommenden Wochen in Bronze gegossen wird, ist die Standortfrage noch nicht abschließend geklärt. Vermutlich wird sich der Brunnen einmal in der Börnichsgasse (gegenüber der Volksbank im Zentrum) befinden.
Das heißt, wenn alle Teile beisammen sind. Derzeit, so Schmalfuß, stelle die Stadt nämlich nochmals ihren Fundus nach diversen Komponenten auf den Kopf. Beispielsweise nach den Platten, die sich außen am Brunnen befunden haben.
Auch fehlen noch die Stelen, auf denen die drei Bären einst thronten - bis dreiste Diebe die Bronzefiguren stahlen und sie von der Bildfläche der Stadt verschwanden.
Titelfoto: privat, Stadt Chemnitz
