Burgstädt - Der seit Langem geplante Ausbau der Bahnverbindung zwischen Chemnitz und Leipzig kommt zumindest auf dem Südabschnitt der Stecke einen wichtigen Schritt voran: Die ersten Genehmigungsunterlagen liegen beim Eisenbahn-Bundesamt. 2032 sollen die Bauarbeiten beginnen. Für die Fahrgäste bedeutet das allerdings zunächst: zwei Jahre Vollsperrung! Und auch die Kosten sind gewaltig.
"Nach intensiver Planung nimmt das Projekt immer konkretere Formen an", sagte Cornelia Kadatz, DB-Konzernbeauftragte für Sachsen, am Donnerstag in Burgstädt. Dort stellten die Deutsche Bahn und der Freistaat Sachsen den aktuellen Stand für den Ausbau zwischen Chemnitz und Geithain vor. Die gute Nachricht aus Sicht der Bahn: "Wir sind im Zeitplan."
Zunächst geht es um den rund 15 Kilometer langen Abschnitt Geithain-Narsdorf. Geplant sind dort unter anderem neue Bahnsteige, Anpassungen an Bahnübergängen und der Neubau der Brücke der Peniger Straße über die Gleise. Für die Elektrifizierung muss darunter Platz für die Oberleitungen geschaffen werden.
Doch das ist nur der erste Schritt. Insgesamt soll die rund 37 Kilometer lange Strecke in insgesamt vier Abschnitten bis Chemnitz elektrifiziert und größtenteils zweigleisig ausgebaut werden.
Läuft alles nach Plan, soll 2031 für die gesamte Strecke Baurecht vorliegen. Noch im selben Jahr könnten erste vorbereitende Arbeiten beginnen, 2032 dann die eigentlichen Bauarbeiten.
Strecke muss zwei Jahre gesperrt werden
Dafür wird die Strecke allerdings lange dicht gemacht: "Wir werden mit zwei Jahren Vollsperrung arbeiten", kündigte Jens Hettwer, Leiter für DB-Großprojekte in Sachsen, an. "So können wir sehr schnell und sehr wirtschaftlich bauen."
Rund 600 Millionen Euro soll das Gesamtprojekt kosten. Die reinen Baukosten liegen laut Hettwer bei 306 Millionen Euro. Dazu kommen unter anderem Planungskosten, Preissteigerungen und Risikovorsorge.
Während es im Süden vorangeht, stockt der Ausbau im Norden zwischen Geithain und Leipzig weiterhin. Dort sind die Kosten zuletzt auf rund 1,32 Milliarden Euro gestiegen. Einen Zeitplan für den Baustart gibt es derzeit nicht.