Baustart im nächsten Jahr? So geht's jetzt am Chemnitzer Südring weiter

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Chemnitz - Der Weiterbau des Südrings in Chemnitz wurde vor sieben Wochen von der Landesdirektion Sachsen (LDS) genehmigt. Jetzt folgt der nächste Schritt. Von diesem hängt ab, ob ein Baustart im nächsten Jahr möglich wäre.

Wo jetzt noch ein Feld grünt, soll der Südverbund weitergebaut werden.
Wo jetzt noch ein Feld grünt, soll der Südverbund weitergebaut werden.  © Ralph Kunz

Ab Montag wird der Planfeststellungsbeschluss für den rund sechs Kilometer langen Straßenneubau für zwei Wochen öffentlich ausgelegt, teilte die LDS auf Anfrage mit. Die Pläne sehen einen vierspurigen Ausbau zwischen der Augustusburger Straße und der Anschlussstelle Euba vor. Von dort aus bis zur B 169 soll es dreispurig weitergehen.

Mit der Auslegung verbunden ist die Möglichkeit, innerhalb eines Monats gegen den Planfeststellungsbeschluss zu klagen.

Reiner Amme (59), der für den BUND die Stellungnahmen zum Projekt geschrieben hat, sagt dazu: "Chancen gäbe es, um beispielsweise einen besseren Lärmschutz einzufordern. Der wäre möglich, wenn 300.000 Tonnen Erdaushub nicht nach Freiberg auf eine Halde transportiert, sondern bei Euba als Wall verbaut würden."

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Und weiter: "Doch die Kosten für ein juristisches Verfahren sind hoch. Wenn sich Bürger zusammenfinden, würde der BUND unterstützen."

Am Ende des Südverbundes geht es bisher entweder nach Augustusburg oder ins Stadtzentrum.
Am Ende des Südverbundes geht es bisher entweder nach Augustusburg oder ins Stadtzentrum.  © Ralph Kunz
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Die Pläne zum Südverbund stießen bei einer Info-Veranstaltung schon 2017 auf reges Interesse.
Die Pläne zum Südverbund stießen bei einer Info-Veranstaltung schon 2017 auf reges Interesse.  © Sven Gleisberg

So viel kostet der Weiterbau des Südrings

Detlef Müller (61, SPD) stritt als Bundestagsabgeordneter für den Südverbund.
Detlef Müller (61, SPD) stritt als Bundestagsabgeordneter für den Südverbund.  © Uwe Meinhold

Gibt es keine Klagen gegen das Projekt, bleibt die Finanzierung als letzte Hürde. Die 2016 geschätzten Kosten von 70,4 Millionen Euro sind längst überholt.

Als Vorhaben des Bundesverkehrswegeplans steht der Südverbund aktuell mit 111 Millionen Euro im Investitionsrahmenplan des Bundes für 2025 bis 2029.

"Das ist eine Planzahl, die noch nicht mit echtem Geld untersetzt ist", sagt SPD-Politiker Detlef Müller (61), der sich als Bundestagsabgeordneter für den Weiterbau des Südverbundes starkgemacht hat.

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"Es wird Aufgabe der Chemnitzer Abgeordneten sein, diese Summe in den Haushalt des Bundes zu bekommen. Dann könnte theoretisch ab 2027 gebaut werden."

Titelfoto: Ralph Kunz

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