Chemnitzer Stadträte fordern: Maut-Einnahmen gegen Schlaglöcher

Chemnitz - Könnten die Maut-Einnahmen in Chemnitz die Schlaglöcher stopfen?

CDU und FDP drücken aufs Tempo: Tino Fritzsche (64, CDU, l.) und Jens Kieselstein (45, FDP) wollen die Lkw-Maut-Million direkt in die Straßen stecken.
CDU und FDP drücken aufs Tempo: Tino Fritzsche (64, CDU, l.) und Jens Kieselstein (45, FDP) wollen die Lkw-Maut-Million direkt in die Straßen stecken.  © Kristin Schmidt

Stadtrat Jens Kieselstein (45, FDP) kündigte einen Vorstoß an, damit das Geld aus der Lkw-Maut direkt dort landet, wo es jeder sieht und spürt: auf der Straße. Denn Chemnitz kassiert mit, jedes Mal, wenn ein Brummi über mautpflichtige Strecken der Stadt rollt.

Laut Rathaus kamen in den vergangenen zwei Jahren mehr als 1,7 Millionen Euro zusammen. Das Geld liegt aber nicht als "frischer Asphalt" bereit, sondern wird für große Baustellen gespart.

Nach dem harten Winter sieht das Chemnitzer Straßennetz eher nach Schlaglochpiste als nach Wohlfühlasphalt aus. CDU/FDP fordern deshalb, den Geldfluss umzudrehen.

Schlagloch statt glatter Fahrt: CDU/FDP wollen die Maut-Million nutzen, um die Chemnitzer Straßen nach dem Winter schneller zu flicken.
Schlagloch statt glatter Fahrt: CDU/FDP wollen die Maut-Million nutzen, um die Chemnitzer Straßen nach dem Winter schneller zu flicken.  © Sven Gleisberg

Kieselstein kündigt an: "Wir wollen die Mittel umwidmen und der Straßeninstandhaltung zuführen." Chemnitz bekommt Maut-Anteile für Straßen in städtischer Zuständigkeit - darunter der Südring.

Titelfoto: Bildmontage: Kristin Schmidt, Sven Gleisberg

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