Bibbern beim Beten: Heizkosten bringen Kirchen in Not

Von Andreas Hummel

Chemnitz - Ausgerechnet Ostern! Während Millionen Christen jetzt die Auferstehung Jesu Christi von den Toten nach der Kreuzigung feiern, bleibt das größte Gotteshaus der Stadt Chemnitz, die St. Petrikirche, geschlossen. Wegen zu hoher Heizkosten!

Die St. Petrikirche ist das größte Gotteshaus in Chemnitz  © Ralph Kunz

Der Gemeinde wachsen die Kosten über den Kopf, kündigte deshalb den Anschluss, heißt es. Stattdessen wird nur noch die Schloßkirche beheizt. Dort soll der Ostergottesdienst gefeiert werden. Das Landeskirchenamt rät den Gläubigen, die Kirche im Dorf zu lassen. "Eine kalte Kirche ist per se kein Grund, dort keinen Gottesdienst zu feiern", so eine Sprecherin.

Auch der Sprecher der Katholischen Kirche sagt: "Katholische Christen sind es durchaus gewohnt, in der kalten Jahreszeit die Messe gegebenenfalls wärmer gekleidet mitzufeiern."

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Das Problem sind weniger die Gottesdienste, viel mehr Kulturveranstaltungen während der kalten Jahreszeiten. Vertraglich bestimmte Mindesttemperaturen können nicht mehr eingehalten können.

Aber auch Gottesdienste finden in der St. Petrikirche wohl erst wieder im Sommer statt.

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