Bundesweite Russisch-Olympiade still und heimlich abgesagt: "Richtig finden wir das nicht"

Chemnitz - Enttäuschung bei sieben sprachbegabten Schülerinnen und Schülern aus Sachsen: Sie hatten sich für die bundesweite Russisch-Olympiade qualifiziert, die eigentlich schon im März 2022 in Marburg stattfinden sollte.

Beim Sprachenwettbewerb der Oberschulen zeichnete Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (47, CDU, l.) auch Russisch-Asse aus. Die bundesweite Russisch-Olympiade war dagegen nicht erwünscht.
Beim Sprachenwettbewerb der Oberschulen zeichnete Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (47, CDU, l.) auch Russisch-Asse aus. Die bundesweite Russisch-Olympiade war dagegen nicht erwünscht.  © Facebook/Sächsisches Staatsministerium für Kultus

Erst war der Wettbewerb wegen Corona verschoben, dann still und leise wegen des Ukraine-Krieges ganz abgesagt worden. "Diese Schüler sind traurig. Sie waren vorbereitet und hatten sich auf den Wettbewerb gefreut", sagt Russischlehrerin Kathrin Dressel (61) vom Zwickauer Clara-Wieck-Gymnasium.

Sie engagiert sich im Vorstand des Sächsischen Landesverbandes der Lehrkräfte und Freunde der Russischen Sprache und versteht die Entscheidung nicht: "Die Sprache kann doch nichts dafür."

Organisiert wird die Olympiade vom Deutschen Russischlehrerverband. "Die Absage wurde uns vom Bundesministerium dringend ans Herz gelegt", bedauert der Vorsitzende Wilhelm Lückel. "Richtig finden wir das nicht."

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Der Verband möchte sich im Kontakt mit der Kultusministerkonferenz um einen Neubeginn der seit 1977 stattfindenden Olympiade bemühen. "Die Wettbewerbe müssten dann auf Landesebene neu starten."

Bis dahin haben die meisten der jetzt qualifizierten Sprach-Asse die Schule schon beendet ...

Titelfoto: Facebook/Sächsisches Staatsministerium für Kultus

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