Als Dank für überstandene Krebserkrankung: Chemnitzer Wohn-Expertin macht Klinikflure bunt
Chemnitz - Was für eine schöne Idee, Danke zu sagen! Marianne Großer (80) wurde im Klinikum Chemnitz von einer Krebserkrankung geheilt. Jetzt gestaltete die Innenraum-Expertin ein Besucherzimmer und zwei Flure farbenfroh um.
"Hier wurde mir immer geholfen, jetzt möchte ich etwas zurückgeben", sagt Marianne Großer, die in der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Zelltherapie bei Chefarzt Prof. Dr. Mathias Hänel in Behandlung war. "Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie viel Zeit schwer kranke Patienten und ihre Angehörigen in der Klinik verbringen müssen. Sie sollen sich hier so wohl wie möglich fühlen und die Hoffnung nicht verlieren."
Wer die ehemalige Inhaberin eines Geschäfts für Wohntextilien und Raumgestaltung heute sieht, blickt in ein Gesicht voller Lebensfreude. Dass sie so fit und agil ist, betrachtet Marianne Großer nicht als selbstverständlich.
Vor fast zehn Jahren hatte sie eine schockierende Diagnose erhalten: Wegen einer bösartigen Krebserkrankung des Knochenmarks drohte ihre Wirbelsäule zu brechen. Sie musste damals zur Stabilisierung der Knochen schnell in der Klinik für Neurochirurgie operiert werden. Es folgten Chemotherapie und Stammzelltransplantation.
Heute ist die Chemnitzerin krankheitsfrei, muss sich aber vierteljährlich zur Kontrolluntersuchung vorstellen. Als Professor Hänel wegen der Gestaltung der Klinikräume um Rat fragte, war die kreative Expertin voller Tatendrang: "Ich habe sofort meine Ideen eingebracht."
In den vergangenen Wochen veränderte sich das Klinikambiente am Küchwald: Marianne Großer wählte Fototapete und Dekoration aus und legte vor Ort auch selbst Hand an. Der Verein "Talbrücke" finanzierte die Neugestaltung.
Titelfoto: Klinikum Chemnitz
