Chemnitz: Am Fuße des Sonnenberg entsteht ein Wellness-Park

Chemnitz - Eine Chemnitzer Industriebrache wird zur blühenden Landschaft. Wo einst VEB-Maschinen ratterten, halten jetzt ein Natursteingarten und vedische Feuerrituale Einzug. Dieses Wochenende können sich die Chemnitzer vor Ort überzeugen.

Firmen und Galerien könnten den "Spemafa"-Bau bald wieder beleben - doch noch fehlen selbst die Fenster.
Firmen und Galerien könnten den "Spemafa"-Bau bald wieder beleben - doch noch fehlen selbst die Fenster.  © Uwe Meinhold

Die "VEB Spezialmaschinenfabrik" am Fuße des Sonnenbergs - vielen Einheimischen noch als "Spemafa" bekannt - und das angrenzende Bahnwagenwerk waren jahrzehntelang dem Verfall überlassen.

Diese traurige Geschichte nahm eine Wende, als der Schweizer Unternehmer Klaus Marte (54) eine Anzeige entdeckte: "Für 1000 Euro konnte man ein 5000 Quadratmeter großes Bahnwagenwerk ersteigern." Das ließ er sich nicht entgehen.

Er holte den Münchner Künstler Sebastian Roth (52) an Bord, der nun die Brache in der Lerchenstraße mit Schaufel und Harke in den "Lerchenpark" verwandelt. "Das Zentrum ist ein Natursteingarten", sagt er. Dort sollen sich die Chemnitzer inmitten von Gemüsebeeten erholen können.

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Doch das ist längst nicht alles: "Im ehemaligen Speicherturm entsteht gerade ein 'Agnihotra'-Zentrum." Dahinter steckt ein Feuerritual aus dem Hinduismus, das eine heilende Wirkung haben soll. "Darunter könnte ein türkisches Hamam einziehen." Die frühere Fabrik soll Firmen und Galerien eine Heimat bieten.

Der verfallene Komplex im Chemnitzer Lerchenweg verwandelt sich gerade in den "Lerchenpark".
Der verfallene Komplex im Chemnitzer Lerchenweg verwandelt sich gerade in den "Lerchenpark".  © Uwe Meinhold
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Künstler Sebastian Roth (52) hat ein buntes Konzept für die Brache entworfen.
Künstler Sebastian Roth (52) hat ein buntes Konzept für die Brache entworfen.  © Uwe Meinhold

Der Künstler lädt die Anwohner ein, am heutigen Freitag oder Samstag auf eine Tasse Punsch in den "Lerchenpark" zu kommen - von jeweils etwa 14 bis 19 Uhr stehen die Türen offen.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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