Chemnitz: In diesem Fabrikgebäude entstehen Luxuswohnungen

Chemnitz - Schluss mit Leerstand in Chemnitz: In das seit drei Jahren vakante Fabrikgebäude in der Beckerstraße - vormals Standort des Kult-Mexikaners "Viva Mamajoe's" und des Clubs "Del Sol" - kommen höherpreisige Loft-Wohnungen. Derzeit wird gebaut.

Hinter einer tollen Klinkerfassade entstehen in der Beckerstraße jetzt Loft-Wohnungen.
Hinter einer tollen Klinkerfassade entstehen in der Beckerstraße jetzt Loft-Wohnungen.  © Maik Börner

"Die Arbeiten laufen seit Mitte 2020: der Rohbau des Neubauriegels sowie der Bestandsgebäude-Innenausbau. Derzeit wird kernsaniert", sagt Sören Metzger (43), Makler des zuständigen Büros "Realis Chemnitz". Die Kosten betragen rund 5 Millionen Euro, die anonym bleibende Investorengruppe kommt aus der Stadt.

"Viva Mamajoe's" zog im Frühjahr 2017 auf den Johannisplatz. Grund waren bereits damals Pläne, in der Beckerstraße Wohnungen einzurichten. Am neuen Standort im Zentrum hatte das Restaurant wenig Glück: Es schloss im Oktober 2018.

Ebenfalls in den alten Fabrikgebäuden in der Beckerstraße 15-17 war der Club "Del Sol" ansässig. Seine letzte Party fand Ende Oktober 2017, zu Halloween, statt.

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Das imposante Fabrikgebäude mit einer Klinkerfassade ist ein Kulturdenkmal und wurde gegen 1900 errichtet. Damals und bis zum Ende der DDR wurde es zur Nickel-Geschirr-Herstellung genutzt.

Danach standen die Hallen für einige Zeit leer, bis die Fabrik um die Jahrtausendwende saniert wurde. So zog 2006 das "Viva Mamajoe's" ein.

Makler Sören Metzger (43) betreut das Objekt.
Makler Sören Metzger (43) betreut das Objekt.  © Maik Börner

Lofts wohl ab Ende 2021 bewohnbar

In der Chemnitzer Beckerstraße entstehen bis 2021 großflächige Wohnungen.
In der Chemnitzer Beckerstraße entstehen bis 2021 großflächige Wohnungen.  © Maik Börner

Bald beginnt ein neuer Nutzungsabschnitt. "Es entstehen 22 Wohnungen, 87 bis 260 Quadratmeter groß, sie haben Loft-Charakter.

Die Kaufpreise bewegen sich bei circa 3000 bis 3200 Euro pro Quadratmeter", weiß der Makler. Damit wäre das größte Loft-Areal eine rund 832.000 Euro teure Eigentumswohnung.

Metzger: "Da die Wohnungen aber wahrscheinlich alle vermietet werden, sind eher 10 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter realistisch."

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Die Nachfrage nach mehr Wohnraum stieg allgemein, nicht nur für Lofts (umgestaltete Industriehallen). Beim Internetportal "Immowelt" war sie im Bereich Wohnungen/Häuser im Januar 5 Prozent größer als im selben Monat 2020. Grund: Corona und dessen Auswirkungen mit Homeoffice und -schooling.

Mehr Platz zwischen Arbeitszimmer und Kids bieten auch die neuen Beckerstraße-Loftwohnungen zwischen der Chemnitz und dem Stadtpark. Die ersten sollen Ende 2021 bezugsfertig sein.

Titelfoto: Maik Börner

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