Keine Fortsetzung in Sicht: Aus für den Prag-Bus nach nicht mal einem Jahr

Chemnitz - Große Hoffnungen, leere Sitze: Der Fernbus von Chemnitz nach Prag ist Geschichte. Nach nicht mal einem Jahr wurde die Linie 202 eingestellt.

VMS-Sprecher Falk Ester (57) zieht ein nüchternes Fazit zum PragBus.
VMS-Sprecher Falk Ester (57) zieht ein nüchternes Fazit zum PragBus.  © Kristin Schmidt

Seit April rollte der PragBus des Verkehrsverbundes Mittelsachsen (VMS) zweimal täglich vom Chemnitzer Omnibusbahnhof über Marienberg in die tschechische Hauptstadt. Angefahren wurden der Flughafen in Prag sowie die Metrostation Hradčanská.

Der Preis klang fair: 25 Euro einfach, 45 Euro hin und zurück. Doch die Rechnung ging nicht auf.

Nach Auskunft des VMS wurden insgesamt nur rund 3200 Tickets verkauft. Das teilte Baubürgermeister Thomas Kütter (49, parteilos) auf eine Ratsanfrage der Linken mit.

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Die durchschnittliche Auslastung der Busse lag bei gerade einmal 11 Prozent. Angepeilt waren eigentlich 50 Prozent.

"Nach dem letzten November-Wochenende wurde die Verbindung eingestellt", sagt VMS-Sprecher Falk Ester (57) zu TAG24. So war es auch von Anfang an vorgesehen: Der Betrieb war zunächst nur für das Kulturhauptstadt-Jahr 2025 geplant.

Von April bis November 2025 fuhr der PragBus vom Omnibusbahnhof in die tschechische Hauptstadt.
Von April bis November 2025 fuhr der PragBus vom Omnibusbahnhof in die tschechische Hauptstadt.  © Kristin Schmidt

Eine Fortsetzung hätte es nur bei deutlich höherer Nachfrage gegeben. "Wir wollten im Kulturhauptstadt-Jahr eine Anbindung zu einem internationalen Flughafen herstellen. Das haben wir geschafft", so Ester weiter. Das Fazit fällt dennoch nüchtern aus: "Das Angebot wurde aber nicht so angenommen, dass es sich wirtschaftlich weiter lohnt."

Titelfoto: Kristin Schmidt

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