Chemnitz: Linke drängt auf Modernisierung der Stadtfahrräder
Chemnitz - Die Chemnitzer Stadtfahrräder erlebten 2025 einen Rekord: Im KuHa-Jahr hatte sich die Nachfrage nach den Rädern mehr als verdoppelt. Dieser Erfolg gibt nun Auftrieb für die Debatte über eine Weiterentwicklung des Angebots.
Die Linken bringen das Thema nächste Woche in den Stadtrat: Die Verwaltung soll prüfen, ob eine Zusammenarbeit mit etablierten Fahrradverleih-Anbietern möglich ist.
"Das bestehende Angebot 'Chemnitzer Stadtfahrrad' stellt eine wichtige Grundlage dar, die jedoch durch Kooperationen mit etablierten Anbietern wie Nextbike gezielt ergänzt und ausgebaut werden kann", begründet die Fraktion ihren Vorstoß. Ziel sei ein nutzerfreundliches, einheitliches und flächendeckendes Fahrradverleihsystem für die Stadt.
Die Verwaltung befürworte die Zielrichtung grundsätzlich. Trotzdem betrachtet Baubürgermeister Thomas Kütter (49, parteilos) die Umsetzung vor allem als Aufgabe der Anbieter und nicht der Stadt.
Außerdem: "Städtisches Personal, das die Etablierung eines Leihradsystems als zusätzliche Aufgabe vollumfänglich betreuen könnte, ist aktuell nicht vorhanden", so Kütter.
Nextbike hat Interesse an Chemnitz
Nextbike, einer der größten Verleiher in Deutschland, bestätigt auf TAG24-Nachfrage Interesse an Chemnitz als Standort.
In den vergangenen Jahren habe es bereits immer wieder Kontakt mit der Stadt gegeben - unter anderem im Zusammenhang mit der KuHa-Bewerbung, so eine Sprecherin.
"Jedoch ist eine Weiterführung der Gespräche bzw. Konkretisierung in ein Projekt bisher an der Budgetfrage gescheitert."
Titelfoto: Bildmontage: Kristin Schmidt, Sven Gleisberg
