Chemnitzer Rathaus mahnt: Das dürft Ihr auf keinen Fall mit Vogel- und Hasenbabys machen

Chemnitz - Aktuell tauchen überall in Parks, Gärten oder Grünanlagen kleine, flauschige Entdecker auf - viele wollen die vermeintlich zurückgelassenen Vögel retten und nehmen sie mit. Doch davor warnt die Stadt Chemnitz! Was viele nicht wissen: Es ist besser, die Tiere am Fundort zu lassen.

Ein Waldkauz-Baby. Meistens sehen die kleinen Vögel völlig hilflos aus - doch Eingreifen sollte man nur in Ausnahmefällen.  © Untere Naturschutzbehörde Stadt Chemnitz

Bis etwa Ende Juli verlässt der Nachwuchs vieler Vogelarten das schützende Nest. Meist werden sie dann vermeintlich völlig hilflos aufgefunden.

Aber: "Auch außerhalb des Nestes werden die Jungvögel über längere Zeit von den Altvögeln gefüttert und erlangen ganz allmählich die Selbständigkeit", teilt das Chemnitzer Rathaus mit.

Daher sollte der Nachwuchs am Fundort gelassen werden. Das Rathaus empfiehlt, die Situation zunächst zu beobachten. Sollte der kleine Vogel tatsächlich nach langer Zeit nicht gefüttert werden, kann gehandelt werden.

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"Oft ist es ausreichend, die Jungvögel etwas erhöht in eine Hecke, ins Gebüsch oder auf einen Ast zu setzen", so die Stadt. Im Gegensatz zu anderen Wildtieren können die kleinen Vögel direkt in die Hand genommen werden.

Aber Achtung: Die flauschigen Entdecker sollten nicht zu weit von der Fundstelle entfernt werden. Sonst werden sie möglicherweise nicht mehr von den älteren Artgenossen gefunden.

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Feldhasen-Babys: Nicht anfassen, nicht mitnehmen

Wahnsinnig süß: ein Feldhasen-Baby im Gras. Doch die Tiere sollten weder angefasst noch mitgenommen werden.  © dpa-Zentralbild

Ganz anders sieht die Situation bei kleinen Feldhasen aus - die Babys liegen oft regungslos im Gras und sind scheinbar völlig hilflos. Was viele nicht wissen: Ihre Mutter kommt ein- bis zweimal in der Nacht vorbei und versorgt die kleinen Feldhasen.

Wer hier eingreift, kann das Tierbaby sogar massiv gefährden. Denn: Die Hasenmütter reagierten empfindlich auf den menschlichen Geruch - und verstoßen ihre Babys im schlimmsten Fall. Auch sollten die Tiere - so süß sie auch sind - nicht mitgenommen werden.

"Tatsächlich benötigen die Jungtiere nur in absoluten Ausnahmefällen menschliche Hilfe", teilt das Rathaus mit.

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