Coronavirus in Chemnitz: Über 200 neue Fälle, Inzidenz steigt

Chemnitz - Corona in Chemnitz: In der Stadt gab es seit Beginn der Krise 37.701 Corona-Fälle, die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liegt bei 255,3 (Stand: 27. Januar, alle Daten vom RKI).

In der Gastronomie in Sachsen gilt jetzt 2G-Plus.
In der Gastronomie in Sachsen gilt jetzt 2G-Plus.  © Stefan Sauer/dpa

Sachsen entschärft ab 14. Januar seine Corona-Regeln. Die neue Verordnung gilt dann bis zum 6. Februar 2022.

Neuerungen: Kultureinrichtungen dürfen unter Auflagen öffnen. Clubs, Bars und Diskotheken sollen geschlossen bleiben.

Bei Versammlungen sind mehr Teilnehmer erlaubt als bisher. Künftig sind unabhängig von der Inzidenz oder Überlastungsstufe 200 Teilnehmer gestattet. Werden die Schwellenwerte unterschritten, können bis zu 1000 Menschen an einer Versammlung teilnehmen.

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Chemnitz Lokal Chemnitzer kassiert Knöllchen, obwohl er gar nicht geparkt hat

Körpernahe Dienstleistungen wie Kosmetiksalons können von Genesenen und Geimpften (2G) wieder in Anspruch genommen werden. Gleiches gilt für Museen und Ausstellungen.

Friseure dürfen unter der 3G-Regel öffnen.

Für Gaststätten (Außengastronomie mit 2G), Theater, Opernhäuser oder Kinos gilt die 2G-plus-Regel. Hier ist also zusätzlich ein tagesaktueller Corona-Test erforderlich. Der Test entfällt, wenn man eine Booster-Impfung nachweisen kann oder die zweite Impfung noch relativ frisch ist. Gleiches gilt für junge Menschen im Alter bis 18.

Die Schutzverordnung enthält eine Rückfalloption. Wenn die Überlastungsstufe in den Krankenhäusern erreicht ist oder die Inzidenz an drei Tagen in Folge in den Landkreisen und Kreisfreien Städten auf über 1500 steigt, werden die Erleichterungen aufgehoben. Außerdem sollen dann auch die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen für Ungeimpfte wieder in Kraft treten.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Chemnitz und Sachsen auf dem Laufenden.

Alle Infos zur Lage in ganz Deutschland im +++ Coronavirus-Liveticker +++

Update, 27. Januar, 9.42 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen steigt weiter

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in Sachsen weiter gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der gemeldeten wöchentlichen Neuinfektionen je 100.000 Einwohner am Donnerstag mit 497,0 an.

Am Vortag hatte der Wert bei 428,2 gelegen nach 377,3 am Dienstag. Am Tag davor war die Inzidenz zum ersten Mal seit Dezember wieder über 400 gestiegen. Bundesweit erreichte die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag mit 1017,4 einen neuen Höchstwert.

Innerhalb des Freistaats verzeichnete das RKI die höchsten Werte für die Städte Leipzig (820,4) und Dresden (757,6). Die niedrigste Inzidenz wurde im Erzgebirgskreis (217,5) registriert.

Innerhalb von 24 Stunden wurden von den Gesundheitsämtern 5881 Neuinfektionen im Freistaat gemeldet. 16 weitere Todesfälle kamen hinzu. Damit sind in Sachsen seit Beginn der Pandemie 14.003 Menschen nachweislich an oder mit

Update, 27. Januar, 6.05 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Donnerstag für Chemnitz 222 neue Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt 255,3 (Vortag: 205,0).

Es wurden keine weiteren Todesfälle im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 775 Personen an oder mit dem Virus.

Update, 26. Januar, 15.24 Uhr: Zusätzliche Millionenhilfen für Kultur und Tests in Sachsen

Für die Bewältigung der Corona-Pandemie hat der Haushalts- und Finanzausschuss des Sächsischen Landtages weitere Mittel freigegeben.

Damit soll sichergestellt werden, dass Impfen, Krankenhäuser und sichere Schulen ausreichend finanziell untersetzt bleiben, wie Franziska Schubert, Vorsitzende und finanzpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, am Mittwoch mitteilte. Demnach wurde die Richtlinie "Härtefälle Kultur" verlängert und es wurden dafür nochmals 30 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Zusätzlich wurden weitere 20 Millionen Euro für ausreichend Tests an den sächsischen Schulen bis nach Ostern bereitgestellt.

Update, 26. Januar, 8.26 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen steigt sprunghaft an

Die Corona-Inzidenz in Sachsen ist nach einem kurzen Rückgang wieder deutlich gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Zahl der gemeldeten wöchentlichen Neuinfektionen je 100.000 Einwohner am Mittwoch mit 428,2 an. Am Dienstag lag der Wert bei 377,3. Am Tag davor war die Inzidenz zum ersten Mal seit Dezember wieder über 400 gestiegen.

Trotz des deutlichen Anstiegs hat Sachsen bundesweit die zweitniedrigste Inzidenz nach dem Nachbarland Thüringen (337,3). Corona-Hotspot ist zurzeit Berlin mit einer Inzidenz von 1795,5. Innerhalb des Freistaats verzeichnete das RKI die höchsten Werte für die Städte Leipzig (689,5) und Dresden (682,5). Die niedrigste Inzidenz wurde im Erzgebirgskreis (188,6) registriert.

Insgesamt wurden laut RKI-Angaben 5689 Neuinfektionen im Freistaat gemeldet. Acht weitere Todesfälle kamen hinzu. Damit sind in Sachsen seit Beginn der Pandemie 13.987 Menschen nachweislich an oder mit Corona verstorben.

Update, 26. Januar, 7.32 Uhr: Sachsen lockert, doch Köpping warnt: "Wir müssen vorsichtig bleiben"

Genau wie der Bund will es Sachsen mit der nächsten Corona-Notverordnung bei den bisherigen Regeln belassen.

Aber ein paar Stellschrauben lockert Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) dann doch. Bei Hochzeiten und Beerdigungen zum Beispiel.

Mehr Infos unter: "Neue Corona-Regeln sind fast die alten: "Wir müssen vorsichtig bleiben".

Die Staatsregierung um Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) ist wegen der Omikron-Welle weiter auf der Hut.
Die Staatsregierung um Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) ist wegen der Omikron-Welle weiter auf der Hut.  © Steffen Füssel

Update, 26. Januar, 7.13 Uhr: Adipositas-Patienten nehmen unter Pandemie-Bedingungen oft zu

In Sachsen haben während der Corona-Pandemie zahlreiche Adipositas-Patienten zugenommen.

Im Schnitt seien es etwa fünf Kilogramm gewesen, wie es auf Nachfrage von den Kliniken Dresden und Chemnitz hieß und wie die Uniklinik Leipzig jüngst mitteilte. Als Ursachen sehen die Mediziner vor allem die Einschränkungen durch die Corona-Schutzmaßnahmen.

"Viele unserer Patienten geben die mangelnden Bewegungsmöglichkeiten aufgrund geschlossener Fitnessstudios oder Schwimmhallen an", sagte Jana Hoyer, leitende Psychologin des Adipositas-Zentrums des Klinikums Dresden. Zudem sei es bei einigen Patienten zu einer Doppelbelastung durch Homeoffice und Homeschooling gekommen.

"So blieb wenig Spielraum, sich intensiv mit Ernährung und Bewegung auseinanderzusetzen und gesündere Gewohnheiten zu etablieren." Uwe Lindner, Klinikleiter für Endokrinologie und Diabetologie in Chemnitz, berichtete von gesteigertem Essen als Kompensationsversuch für häuslichen Stress, Frustration und Depression.

Update, 26. Januar, 6.05 Uhr: Aktuelle Zahlen aus Chemnitz

Das Robert-Koch-Institut meldet am Mittwoch für Chemnitz 128 neue Corona-Fälle.

Die 7-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner beträgt 205,0 (Vortag: 216,9).

Es wurde ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Corona erfasst. Insgesamt starben in Chemnitz 775 Personen an oder mit dem Virus.

Update, 25. Januar, 14.02 Uhr: Sachsen schafft neue Corona-Hilfe für kleine Unternehmen

Sachsen will Kleinstunternehmer, Selbstständige und Freiberufler in der Corona-Krise unterstützen. Das Kabinett stimmte für das Programm "Corona-Zuschuss Sachsen Plus", wie Wirtschaftsminister Martin Dulig (47, SPD) am Dienstag nach Kabinettsberatungen in Dresden sagte.

Das Programm richtet sich an Unternehmen mit wenigen Beschäftigten und Selbstständige, die wegen der Corona-Notfallverordnung im Dezember des vergangenen Jahres mindestens 70 Prozent Umsatzeinbrüche verzeichnet haben. Bei ihnen besteht laut Ministerium derzeit eine Lücke: Wegen niedriger betrieblicher Fixkosten erhielten sie nur geringe Zuschläge zur Überbrückungshilfe des Bundes. "Wir werden einen zusätzlichen Zuschuss schaffen für die Unternehmen, die bislang zu wenige Fixkosten hatten, um auf eine Summe zu kommen", sagte Dulig.

Die Unternehmen sollen für drei Monate jeweils 1500 Euro mehr Hilfen bekommen. Sie könnten ihre Anträge selbst bei der Sächsischen Aufbaubank stellen, weil ihre Daten bereits aus dem Antrag auf Überbrückungshilfe vorlägen, sagte Dulig.

Für die Hilfen stehen demnach 4,3 Millionen Euro zur Verfügung. Finanziert werden soll das Programm aus Landesmitteln, die für das im Frühjahr 2021 gestartete Härtefallprogramm bislang nicht abgerufen wurden.

Update, 25. Januar, 14.02 Uhr: Sachsen will Corona-Regeln anpassen und plant leichte Lockerungen

Sachsens Regierung will die strengen Corona-Regeln im Freistaat erneut etwas lockern. So sollen künftig Messen und Kongresse unter den Bedingungen von 2G (genesen oder geimpft) und einer Kapazitätsbegrenzung wieder möglich sein, teilte Sozialministerin Petra Köpping (63, SPD) am Dienstag nach der Kabinettssitzung mit. Hochzeiten und Beerdigungen sind fortan mit bis zu 20 Personen und der Maßgabe 3G (genesen, geimpft oder getestet) erlaubt.

Für Dienstleister wie Reisebüros soll genau wie für die körpernahen Dienstleistungen (Kosmetik, Fußpflege) 2G gelten. Anbieter dieser Leistungen müssen ihre Geschäfte nicht mehr schließen, wenn die Überlastungsstufe erreicht ist.

Eine regionale Hotspot-Regelung mit verschärften Regeln ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 1500 ist nicht mehr vorgesehen. Sie soll aber bei Bedarf wieder eingeführt werden, wie Köpping sagte. Bei Sportveranstaltungen unter freiem Himmel bleibt es vorerst bei der strengen Regelung, nur maximal 1000 Zuschauer zuzulassen.

Die Ministerin mahnte trotz einer vergleichsweise niedrigen Inzidenz zu Vorsicht. "Wir müssen vorsichtig bleiben, wegen Omikron." Es gebe bereits wieder eine Zunahme der Bettenbelegung auf Normalstationen. "Wir bleiben dabei, dass wir eine Corona-Notfallverordnung haben." Nachdem das Kabinett am Dienstag die Eckpunkte besprach, soll die neue Verordnung nach Anhörungen am kommenden Dienstag beschlossen werden und dann vom 6. Februar bis 6. März gelten.

Update, 25. Januar, 10.55 Uhr: Trotz Corona mehr Ausbildungsverträge in Sachsens Handwerk

Sachsens Handwerk steht bei jungen Leuten nach wie vor hoch im Kurs.

Trotz pandemiebedingter Einschränkungen bei der Nachwuchswerbung wurden bis Ende Dezember mehr Ausbildungen besiegelt als ein Jahr zuvor, wie der Sächsische Handwerkstag am Dienstag in Dresden mitteilte. Danach wurden bei den Kammern 5444 Lehrverträge geschlossen - 41 oder 0,8 Prozent mehr als zum Vorjahreszeitraum.

Besonders gefragt sind demnach Kfz-Mechatroniker, Elektroniker sowie auf Mechaniker für Sanitär-Heizung-Klima. Eine größere Nachfrage gegenüber dem Vorjahr gab es in den berufen Fleischer, Konditor, Gebäudereiniger sowie Maler/Lackierer. Deutlich weniger Vertragsabschlüsse als 2020 kamen bei Metallbauern, Friseuren und Bäckern zustande.

Titelfoto: Kristin Schmidt, 123rf/drmicrobe

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