Darum hat die Chemnitzer Feuerwehr jetzt 'nen neuen Look

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Chemnitz - Ein neuer Look für den Einsatz: Weil die bisherige Kleidung der Feuerwehr Chemnitz nicht mehr produziert wird, stellt die Wehr auf neue Schutzkleidung um. Auffällig ist dabei nicht nur die ungewohnte Farbe. Auch technisch und funktional steckt in der neuen Ausstattung eine ganze Reihe an Verbesserungen.

Claudia Lorfing (40) präsentiert den Schriftzug, der nun aufgedruckt ist. Auf der alten Bekleidung wurde er per Klettsystem angeheftet.
Claudia Lorfing (40) präsentiert den Schriftzug, der nun aufgedruckt ist. Auf der alten Bekleidung wurde er per Klettsystem angeheftet.  © Kristin Schmidt

Claudia Lorfing (40), Leiterin der Feuerwache 3 und der Projektgruppe zur Auswahl der neuen Kleidung, testete bereits 2024 mit einem Team verschiedene Modelle unter realen Einsatzbedingungen. Neben dem Tragekomfort ging es dabei um Bewegungsfreiheit und Praxistauglichkeit.

Sie fasst die wichtigsten Verbesserungen zusammen: "Im Fokus steht die neue Farbe. Der sandige Ton ist deutlich besser wahrnehmbar als das frühere Dunkelblau - vor allem nachts."

Zudem ist jeder Anzug mit einem RFID-Chip ausgestattet. "Darüber können wir Daten abrufen, etwa wem der Anzug gehört, wie oft er gewaschen oder wann er zuletzt imprägniert wurde."

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Praktisch im Alltag: Die Taschen sitzen nun außen. "Vorher waren die Taschen innen. Wenn wir darin Funkgeräte hatten, hat das immer gedrückt", so Lorfing.

Neu vs. alt: Moritz Fritzsch (23, l.) trägt die neue sandfarbene Einsatzbekleidung. Marco Schulze (37, r.) ist in alter Montur.
Neu vs. alt: Moritz Fritzsch (23, l.) trägt die neue sandfarbene Einsatzbekleidung. Marco Schulze (37, r.) ist in alter Montur.  © Kristin Schmidt
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Für bessere Sichtbarkeit beim Einsatz hat sich die Feuerwehr für helle Anzüge entschieden.
Für bessere Sichtbarkeit beim Einsatz hat sich die Feuerwehr für helle Anzüge entschieden.  © Kristin Schmidt

Neue Schutzanzüge kosten rund 3,6 Millionen Euro

Eine kleine Verbesserung für mehr Komfort: Die Taschen sind jetzt außen angebracht.
Eine kleine Verbesserung für mehr Komfort: Die Taschen sind jetzt außen angebracht.  © Kristin Schmidt

Insgesamt wurden 1500 Sätze der neuen Schutzanzüge bestellt. Die Gesamtkosten liegen bei rund 3,6 Millionen Euro.

Jede Einsatzkraft erhält zwei Varianten: einen dicken Anzug für die Brandbekämpfung und einen dünnen für technische Hilfeleistungen, etwa bei Unfällen, Ölspuren oder Vegetationsbränden.

Da alle Anzüge personalisiert werden, dauert die vollständige Einkleidung der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehren noch voraussichtlich bis Juni.

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Oberbrandmeister Steven Müller (39) trug die neue Montur am Montag zum ersten Mal: "Der Anzug hat auf den ersten Blick viele Verbesserungen. Ich bin gespannt, wie es in der Praxis wird."

Titelfoto: Bildmontage: Kristin Schmidt (2)

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