Experiment gescheitert? Chemnitz öffnet keine neuen Schulsportplätze
Chemnitz - Im vergangenen Sommer hatte die Stadt Chemnitz ein Experiment gestartet: Drei Schulsportplätze wurden der Öffentlichkeit zugänglich gemacht - mit dem Ziel, das Angebot später auszuweiten. Doch daraus wird vorerst nichts.
Besonders der Sportplatz an der Grundschule "Südlicher Sonnenberg" zeigt aktuell ein trauriges Bild. Die Zäune sind kaputt, der Bodenbelag teilweise zerstört. "Es war klar, dass es Risiken gibt, wenn man etwas frei zugänglich macht", sagt Bürgermeister Ralph Burghart (55, CDU) zu TAG24.
Besonders bedauerlich sei, dass vor allem die Schulkinder unter den Schäden leiden. Bereits vor Beginn des Projekts hatte Burghart Nachbarschaftskonflikte und Vandalismus befürchtet. Trotzdem gab es vom Stadtrat grünes Licht, um mehr Bewegung in der Stadt zu fördern.
Eine Instandsetzung ist laut einer Stadtsprecherin bereits in Arbeit: "Die defekten Zaunsfelder werden zeitnah ausgetauscht." Für den Bodenbelag gibt es jedoch schlechte Nachrichten: "Eine Reparatur ist aus finanziellen Gründen aktuell noch nicht eingeplant."
An den anderen beiden Test-Sportplätzen (Hartmann- und Marianne-Brandt-Schule) seien seit August 2025 keine Schäden bekannt geworden. Deswegen sieht der Bürgermeister das Projekt auch nicht als gescheitert an: "Es funktioniert ja an anderer Stelle trotzdem."
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Künftig müsse nur genau geprüft werden, an welchen Standorten eine öffentliche Nutzung sinnvoll sei. Aus dem Rathaus heißt es jedoch: "Aktuell ist die Öffnung von weiteren schulischen Sportplätzen nicht geplant."
Titelfoto: Bildmontage: Ralph Kunz,
