Finanzierung steht noch nicht, aber Nachwuchs soll in Chemnitz bald große Sprünge machen

Chemnitz - In Chemnitz-Grüna träumt der Wintersportverein seit Jahren von einem großen Wurf für Kinder und Jugendliche. Aus dem kleinen Schanzen-Hügel soll ein modernes Nachwuchs-Skisprungzentrum werden. Ganzjährig nutzbar, schneeunabhängig, ohne künstliche Beschneiung – Training auf Matten.

Nachwuchsarbeit auf der Schanze im Rabensteiner Wald: Genau für solche Talente soll das Nachwuchs-Zentrum perfekte Bedingungen schaffen.  © Kristin Schmidt

Der WSV hat große Pläne, nicht weniger als ein Komplettumbau des Vereinsgeländes soll es werden: neue Schanzen für Kinder (12/20 Meter) und Schüler (39/60 Meter), dazu ein Sozial- und Funktionsgebäude. Eine einfache Aufstiegshilfe ist ebenfalls mitgedacht.

Alte Kinderschanzen sollen zurückgebaut, die Flächen anschließend wieder begrünt werden.

Jetzt soll das XXL-Projekt auf den Weg gebracht werden, der Fachausschuss im Stadtrat soll Anfang März den Bebauungsplan anschieben.

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Das Verfahren wird mehrere Jahre dauern, schätzt Vereinschef Uwe Haustein. Er bleibt vorsichtig: "In dieser Zeit werden wir uns intensiv um Fördermittel bemühen." Mehr will er derzeit nicht sagen.

Wer die große Talentschmiede zahlt, ist völlig unklar. Als grobe Hausnummer kursieren 3,5 Millionen Euro für das Gesamtprojekt. Das Rathaus hält sich dazu ebenfalls bedeckt, eine Zusage aus dem Stadthaushalt gibt es bislang nicht – es sei "noch zu früh" für Zahlen.

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Uwe Haustein, Trainer und erster Vorsitzender vom WSV Grüna, treibt die Pläne für ein Nachwuchs-Skisprungzentrum voran.  © Kristin Schmidt

In der Zwischenzeit hat der Verein schon vorgearbeitet: Eine Machbarkeitsstudie hat geprüft, was am Standort überhaupt realistisch ist. Bezahlt wurde die Expertise mit etwa 31.000 Euro aus der Crowdfunding-Aktion "Gemeinsam Flügel verleihen".

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