Chemnitz - In Chemnitz werden wieder "Lieblingsplätze für alle" gesucht. Im Rahmen des "Investitionsprogramms Barrierefreies Bauen" können ab sofort wieder Zuschüsse für Projekte beantragt werden. Die Frist läuft bis Ende Oktober.
In Chemnitz sollen die Wege für Menschen mit Einschränkungen leichter werden. Wie zum Beispiel der Zugang zu Gaststätten, Museen, Kino oder Sportvereinen, die oftmals, beispielsweise für gehbehinderte Menschen oder Rollstuhlfahrer, nur schwer oder gar nicht zugänglich sind. Aber auch für Hör- oder Sehbehinderte gibt es noch viele Barrieren in der Stadt.
Mit dem Programm "Lieblingsplätze für alle" sollen solche Barrieren abgebaut werden. Bis 31. Oktober können Anträge auf so eine Förderung eingereicht.
"Die Förderung kann in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens wie Kultur, Freizeit, Bildung, Gastronomie und auch im Gesundheitswesen wie in Arztpraxen, psychotherapeutischen Praxen oder Apotheken wirksam werden", heißt es dazu im Amtsblatt.
Für Einzelvorhaben bis 25.000 Euro können bis zu 100 Prozent der Kosten über das Förderprogramm erstattet werden.
Anspruchsberechtigt sind gemeinnützige Initiativen, Vereine und Verbände sowie Gewerbetreibende.
Stadt und Fachgremium entscheidet über Anträge
Anträge können auf der Homepage der Stadt Chemnitz gestellt werden. Dort sind auch Kontaktdaten zu finden.
Die Stadt eröffnet das Antragsverfahren übrigens vor der offiziellen Bekanntgabe des Freistaates. Über die Anträge wird deshalb zunächst unter dem Vorbehalt der Mittelbereitstellung entschieden. Es wird dann zusammen mit einem Fachgremium entschieden, welche Anträge mit dem Budget, welches das Land Sachsen für 2027 bereitstellt, gefördert werden.
Das Programm gibt es seit 2014, um für Menschen mit Handicap Barrieren abzubauen und Plätze oder Gebäude leichter zugänglich zu machen.