Frischer Anstrich für Chemnitzer Nischel-Kugeln

Chemnitz - Maler-Urgestein Gregor-Torsten Kozik (73) bringt seine Nischel-Kunst wieder auf Vordermann. "InSicht" lautet der Name des Gesamtkunstwerks, das Anfang der 2000er-Jahre neben dem Chemnitzer Karl-Marx-Kopf stand. Nach der Frischzellenkur soll es in Privatbesitz übergehen.

Gregor Kozik (73) restauriert seine Plastik "Genom" in der Werkhalle des Chemnitzer Unternehmens Fiber-Tech.
Gregor Kozik (73) restauriert seine Plastik "Genom" in der Werkhalle des Chemnitzer Unternehmens Fiber-Tech.  © Maik Börner

Viele Chemnitzer und Besucher erinnern sich sicher noch an die vier miteinander verbundenen Kugeln. Zwischen 2001 und 2002 zog die Kunst an prominenter Stelle Tausende Blicke auf sich.

"Das war damals im Rahmen eines Wettbewerbs entstanden. Den Leuten hat's sehr gefallen", blickt Gregor Kozik, Gründer der Karl-Marx-Städter Künstlergruppe Clara Mosch, zurück. Später kam das "Genom", wie es Kozik nennt, in Besitz eines Getränkehändlers. Nun wird die Kunst erneut verkauft.

Aktuell verhilft das Chemnitzer Urgestein seinem Kunstwerk zu neuem Glanz. "Ich benutze dafür transparente Glasmalfarbe." Die vier Kugeln bestehen aus faserverstärktem Kunststoff und müssen wegen einer Lichtinstallation im Inneren durchlässig sein.

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Die Firma Fiber-Tech schützt und veredelt die Malerei anschließend mit einem Klarlack. Wo das Kunstwerk künftig bewundert werden kann, ist geheim. "Es bleibt in Privatbesitz", so Kozik.

Von 2001 bis 2002 stand das Kunstwerk neben dem "Nischel" an der Brückenstraße.
Von 2001 bis 2002 stand das Kunstwerk neben dem "Nischel" an der Brückenstraße.  © Haertelpress/Harry Härtel
Im Inneren befindet sich eine Lichtinstallation.
Im Inneren befindet sich eine Lichtinstallation.  © Maik Börner

Das "Genom" steht laut Künstler für das menschliche Wesen, spiegelt sozusagen die Erbanlagen wider. Auf der Fläche neben dem Karl-Marx-Monument leuchtete die Plastik einst Tag und Nacht.

Titelfoto: Maik Börner

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