Für 380.000 Euro: Chemnitzer Museum bekommt moderne Lichttechnik
Chemnitz - Im Museum Gunzenhauser in Chemnitz wird die Kunst auf LED-Zukunft umgestellt.
Dafür soll der zuständige Stadtratsausschuss am Mittwoch 80.000 Euro zusätzlich freigeben. Für insgesamt 380.000 Euro will das Museum seine veraltete Lichttechnik modernisieren: neue Lichtsteuerung, besseres Lichtsystem und die Trennung der normalen Raum- von der Sicherheitsbeleuchtung.
Im Erdgeschoss, im Oberlichtsaal sowie im ersten bis dritten Obergeschoss hängen noch Leuchtstoffröhren, die nach Einschätzung von Museumssprecherin Carolin Nietzsche (46) die Anforderungen der EU-Lampenverordnung nicht erfüllen. Außerdem liefern diese "kein ausstellungsgerechtes gleichmäßiges Licht".
Ohne die Ertüchtigung der Beleuchtungsanlage "kann der museale Betrieb nicht aufrechterhalten werden, da die Leuchtstoffmittel mittelfristig nicht mehr verfügbar sind."
Nachschlag soll aus Kultur-Geldtopf des Freistaates bezahlt werden
Geplant ist deshalb die Umrüstung auf LED. Nitzsche: "Die Umrüstung auf LED führt zu einer Verbesserung der ökologischen Bilanz. Es wird mit einer hohen Energieeinsparung gerechnet."
Der Bund schießt bereits 170.000 Euro zu, Sachsen 40.000 Euro. Die Stadt wollte zunächst 90.000 Euro stemmen.
Bezahlt werden soll der Nachschlag aus einem Kultur-Geldtopf des Freistaates. Chemnitz bekommt daraus in diesem Jahr mehr Geld als erwartet.
Die vierte Etage im Turm ist bereits fertig und bietet neue Räume für Vermittlung, Begegnung und Bildung. Bis 31. März 2028 soll die Lichtumstellung fertig sein.
Titelfoto: Mark Frost
