Mit der Hitze steigt die Brandgefahr: So verhaltet Ihr Euch richtig in Chemnitzer Wäldern

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Chemnitz - Nach der ersten Hitzewelle des Jahres steigt die Waldbrandgefahr im Chemnitzer Stadtgebiet mit seinen rund 3280 Hektar Wald. Der Trend betrifft ganz Sachsen: Im Landkreis Meißen gilt bereits die Waldbrandstufe 4. Unabhängig von den insgesamt fünf Gefahrenstufen gelten wichtige Verhaltensregeln, um das Risiko von Waldbränden so gering wie möglich zu halten.

Unachtsam entsorgte Zigaretten können Brände verursachen.
Unachtsam entsorgte Zigaretten können Brände verursachen.  © 123rf/tumsasedgars

Im Gespräch mit Forstbezirksleiter Ullrich Göthel (57) für das Revier Grüna wird schnell klar, die grundlegendste Regel lautet: kein offenes Feuer im Wald! "Die meisten Brände, die passieren, passieren aufgrund des Leichtsinns der Leute", sagt Göthel. Bereits ein Funke einer weggeworfenen Zigarette könne bei extremer Trockenheit ausreichen, um einen Flächenbrand auszulösen.

Chemnitz verfügt überwiegend über Misch- und Laubwälder, etwa im Zeisigwald. Diese gelten als weniger brandanfällig als reine Nadelwälder, da sie Feuchtigkeit besser speichern können. Dennoch beobachtet Göthel seit 2018 eine zunehmende Zahl von Waldbränden.

Zwar zählt die Region Chemnitz nicht zu dem Hauptbrandgebieten, treten kleinere Feuer jedoch häufiger auf als in den Jahren davor. Auslöser: häufig unachtsam entsorgte Zigaretten.

Revierförster Ullrich Göthel (57) zeigt, in welchen Gebieten welche Warnstufe gilt.
Revierförster Ullrich Göthel (57) zeigt, in welchen Gebieten welche Warnstufe gilt.  © Ralph Kunz
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Beschilderungen informieren zusätzlich darüber, was zu beachten ist.
Beschilderungen informieren zusätzlich darüber, was zu beachten ist.  © Ralph Kunz

Wer einen Brand bemerkt, sollte sofort die 112 wählen

Waldbrände sind für Einsatzkräfte eine große Herausforderung.
Waldbrände sind für Einsatzkräfte eine große Herausforderung.  © Niko Mutschmann
Bei großflächigen Waldbränden nutzt die Feuerwehr auch Löschwasserverteiler.
Bei großflächigen Waldbränden nutzt die Feuerwehr auch Löschwasserverteiler.  © dpa/Frank Hammerschmidt

Wer einen Brand bemerkt, sollte umgehend die 112 wählen. Göthel empfiehlt, mit der Leitung in Verbindung zu bleiben und sich orten lassen, um den genauen Standort den Einsatzkräften zu übermitteln.

Entwickelt sich gerade erst eine Flamme, könne man versuchen, diese vorsichtig mit dem Schuh auszutreten.

Für den kommenden Sommer rechnet Göthel derzeit mit einer geringeren Waldbrandgefährdung. "Wenn die Witterung so bleibt, dass auf eine warme Phase, eine Regenphase und danach wieder eine warme Phase folgt, bleibt die Bodenvegetation in einem grünen Zustand."

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Aktuelle Infos zur Waldbrandgefahrenlage unter mais.de/php/sachsenforst.php

Titelfoto: Niko Mutschmann

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