Für neue Straßenbahn: Chemnitzer Innenstadt wird zur Riesenbaustelle
Chemnitz - Der Falkeplatz und die Theaterstraße in Chemnitz werden demnächst zur Riesenbaustelle. Die Landesdirektion Sachsen (LDS) genehmigte jetzt die Planungen für den nächsten Abschnitt des Chemnitzer Modells. Heißt: Die Arbeiten für die neue Straßenbahntrasse starten voraussichtlich im Februar.
Die neue zweigleisige Strecke wird den Zentrumsring der Bahn um die Innenstadt schließen und ist der erste Abschnitt für den Ausbau in Richtung Limbach-Oberfrohna (Landkreis Zwickau).
Oberbürgermeister Sven Schulze (54, SPD) lobt das Projekt als "echtes Aushängeschild für die Region" und weiteren großen Schritt, um Chemnitz zukunftsfähig aufzustellen.
Die Kosten für das Gesamtprojekt belaufen sich laut Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) auf einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag.
"Wir beginnen mit dem Umbau des Falkeplatzes und zeitgleich an der Kreuzung Theaterstraße/Brückenstraße. Von dort aus bis zur Kaßbergauffahrt wird das Profil der neuen Strecke bis 2027 sichtbar sein", so VMS-Sprecher Falk Ester (57).
Falkeplatz wird zur Staufalle
Der Verkehrsknotenpunkt Falkeplatz wird voraussichtlich für die kommenden drei Jahre zur Staufalle - aber nicht komplett gesperrt.
"Während der Bauzeit wird sichergestellt, dass Gewerbetreibende und Händler der Innenstadt erreichbar bleiben", so Ester.
Über konkrete Planungen und Zeitabläufe informiert der VMS demnächst in einer Einwohnerversammlung.
Der genehmigte Streckenabschnitt erstreckt sich vom Falkeplatz über die Theater- und Hartmannstraße bis zur Kreuzung mit der Leipziger Straße. Bis 2029 sollen die Gleise bis zur Ermafa-Passage verlegt sein.
Im Zentrum erfolgt die Anbindung von der Theaterstraße über die Brückenstraße.
Titelfoto: Visualisierung: VMS/Renderwerke

