Generalsanierung: Neue Hoffnung für Botanischen Garten in Chemnitz

Chemnitz - Der Botanische Garten in Chemnitz erblüht neu – und das liegt nicht nur am Sommer. Das Hauptgebäude wird Stück für Stück saniert. Im Schulbiologiezentrum findet der Unterricht in neu gestalteten Räumen statt – und nächsten Montag die einzige Biologie-Olympiade in Sachsen. Auch fürs Außengelände gibt es jede Menge Pläne.

Die meisten Räume des Schulbiologiezentrums sind schon fertig. Jetzt wird im Flur gebaut.  © Ralph Kunz

Die vor 128 Jahren angelegte grüne Oase war lange ein Sorgen-Pflänzchen von Chemnitz: desolate Gebäude, Lehrerschwund, 2011 drohte sogar die Schließung. Mittlerweile hat sich das Blatt gewendet.

"Wir haben die Unterstützung der Stadt und sind auf einem guten Weg", sagt Leiter Sten Gillner (50), der den Botanischen Garten seit 2023 leitet.

Genauso lange besteht eine Kooperation mit dem Energieversorger eins, die sichtbar Früchte trägt. "Der Sanierungsbedarf für unser Hauptgebäude liegt bei rund einer halben Million Euro. Mit der Unterstützung geht es schneller voran", freut sich der Garten-Chef, der schon für 2027 plant: Der große Teich soll saniert und mithilfe einer Pumpe der lange angedachte Wasserfall verwirklicht werden.

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Eine Pergola soll als Laubengang den Verkehr der Leipziger Straße optisch aussperren. Im Kräutergarten entsteht ein neues Wasserbecken.

"In Planung ist die Fundamentsanierung des Gewächshauses und der Austausch von Glasscheiben", so Gillner.

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Der große Teich wird nächstes Jahr neu gestaltet und bekommt einen Wasserfall.  © Ralph Kunz
Sten Gillner (50), Leiter des Botanischen Gartens zeigte eins-Sprecherin Astrid von Watzdorf (56) den Baufortschritt und bedankte sich mit Blumen aus dem Botanischen Garten.  © Ralph Kunz

Mehr Biounterricht in Botanischem Garten

Biologie-Lehrerin Cornelia Lorenz unterrichtet gern im neu ausgestatteten Klassenraum des Schulbiologiezentrums.  © Ralph Kunz

Auch als Bildungseinrichtung gewinnt der Garten wieder an Profil: Zwei neue Biologielehrerinnen unterrichten Schulklassen aus der ganzen Region.

"Voriges Jahr waren fast 2700 Schüler hier. Die Nachfrage ist dreimal höher", sagt Pädagogin Cornelia Lorenz. "Deshalb wünschen wir uns einen weiteren Kollegen. Die Voraussetzungen in den Räumen hätten wir jetzt."

Neben Schülern sind auch Studenten regelmäßig zu Gast – der Nachhaltigkeits-Studiengang der TU Chemnitz und Kunststudenten aus Schneeberg.

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