Gregor Gysi unterstützt Beschäftigte des Congress Hotels Chemnitz
Chemnitz - Die Mitarbeiter des Congress Hotel Chemnitz kämpfen um den Fortbestand des Hauses. Vergangene Woche hatte die Betreibergesellschaft Maya Hotel Operations überraschend bekannt gegeben, dass das weithin bekannte Hotel in Chemnitz im Januar schließen soll. Dagegen regt sich Protest.
Unter dem Hashtag #savethehochhaus rufen die Beschäftigten gemeinsam mit der Gewerkschaft NGG ehemalige Gäste dazu auf, in den sozialen Medien ihre Erlebnisse im Hotel zu teilen und Botschaften für den Fortbetrieb des 97 Meter hohen Chemnitzer Wahrzeichens zu senden.
Bereits prominente Unterstützung erhielt das Hotelpersonal von Alterspräsident des Bundestages, Gregor Gysi (78, Linke). In einem Video-Statement lobt Gysi die Qualität und den Service des Hotels, in dem er kürzlich zwei Tage übernachtete.
"Man sollte nicht ans Schließen denken, sondern an das Aufrechterhalten", appelliert Gysi. "Es muss doch einen Weg geben, dieses Hotel zu retten. Es ist wichtig für die Stadt Chemnitz, für die Gäste und vor allem für die Belegschaft."
Thomas Lißner (46, NGG): "Die nächsten Wochen sind entscheidend! Wir fordern vom derzeitigen Betreiber sowie dem Eigentümer des Hauses andere Pläne als die Schließung des Hauses zu prüfen."
Laut Gewerkschaft werden die Mitarbeiter in dieser Zeit weitere Aktionen durchführen, um den Druck auf Betreiber und Politik aufrechtzuerhalten. "Eine Rettung ist möglich, wenn der Wille dazu da ist", so Lißner.
Titelfoto: Bildmontage: Kristin Schmidt (2)