Kamerateam an der Uni: Dieser Kinofilm wird in Chemnitz gedreht
Chemnitz - Im Weinhold-Bau der TU Chemnitz finden normalerweise Vorlesungen und Seminare statt. In dieser Woche wurde er jedoch zur Kulisse für einen Kinofilm: Gedreht wird aktuell für die Verfilmung des Romans "Superbusen" (2020) der Dresdner Autorin Paula Irmschler (37).
"Das Buch spielt in Chemnitz, deswegen war für uns klar, dass wir auch auf jeden Fall hier drehen werden", sagt die Regisseurin und Drehbuchautorin Constanze Klaue (41).
Denn im Film geht es um Gisela, die mit Anfang 20 für ihr Studium nach Chemnitz zieht. Sie lernt Fred, Jana und Meryam kennen, mit denen sie die Band "Superbusen" gründet. Mit ihr tourt sie quer durch Deutschland – in der Hoffnung, dass wenigstens die Musik Antworten auf die Fragen parat hat, die sie an sich und ihr Leben stellt.
Die Hauptrolle übernimmt die Rapperin Finna aus Hamburg. Sie steht zum ersten Mal vor der Filmkamera.
An ihrer Seite spielen unter anderem Fritzi Haberlandt (50) als Giselas Mutter und Emma Bading (28) als ihre Schwester.
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Kinostart für nächstes Jahr geplant
Neben dem Uni-Alltag dreht sich das Buch auch um die Chemnitzer Musikszene und das Nachtleben der Stadt – besonders im Club "Atomino". Doch die Handlung spielt im Jahr 2016 und das "Atomino" ist mittlerweile in den Wirkbau gezogen.
"Das neue 'Atomino' ist zu groß für das, was wir erzählen wollen", so Klaue. Deswegen wurden die Szenen in einem nachgebauten "Atomino" in Leipzig gedreht.
Dennoch hat Chemnitz seine Auftritte: "Wir filmen ein paar Fahrstunden-Szenen in Chemnitz' Straßen. Der Nischel und der Rote Turm werden eine Rolle spielen", deutet Produzentin Laura von Portatius an.
Klaue: "Chemnitz kommt im Film nicht immer gut weg, denn eigentlich will Gisela weg von hier." Später entwickle sich die Stadt dennoch zur Heimat.
Gedreht wird noch bis Ende März. In der nächsten Woche zieht das Filmteam weiter nach Köln. Auch Dresden und Berlin sind Drehorte.
Der Kinostart ist für 2027 geplant.
Titelfoto: Bildmontage: Kristin Schmidt (2)

