"Heimatproviant" vom Sachsenland: Röhrsdorfer Wirtschaftshof produziert jetzt auch Konserven
Chemnitz - Soljanka, Rouladen, Gulasch - der Wirtschaftshof Sachsenland in Chemnitz-Röhrsdorf (150 Beschäftigte, 1500 Kühe, 500 Hektar Fläche) produziert jetzt auch Konserven und liefert sie als "Heimatproviant" an Einkaufsmärkte von Rewe, Globus und Edeka.
Die Landwirte bauen sich mit den haltbaren Fertiggerichten ein neues Standbein für die regionale Vermarktung auf.
"Die Zeiten ändern sich. Die Leute, die Blut- und Leberwurst essen, werden weniger, die Nachfrage nach verzehrfertigen Gerichten steigt", sagt Wirtschaftshof-Vorstand Jens Hoffmann (63): "Wir machen, was die Kunden wollen und gleichen damit Zeiten aus, in denen weniger Frischware gekauft wird."
Produziert wird in der eigenen Fleischerei in Wittgensdorf unter der Regie von Fleischermeister André Heinig (47): "Die Ware hat Handwerksqualität, ist kein Industrieprodukt."
Im Sortiment gibt's bisher elf verschiedene Konserven mit Fleisch aus eigener Haltung, die zwischen 4,50 Euro (Currywurst) und 11 Euro (Rinderroulade) kosten und auch im Onlineshop heimatproviant.de vertrieben werden.
Heinig und sein Team tüfteln aktuell an weiteren Rezepten: "Teigwaren Riesa sucht einen Partner, der Nudeln mit Wurstgulasch und Bolognese als Fertiggericht kocht. Und zwar, ohne dass die Nudeln pappweich werden. Das wird uns gelingen."
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Ihren "Heimatproviant" stellten die Röhrsdorfer dem sächsischen Landwirtschaftsminister vor, der zum Hausbesuch vorbeischaute. Georg-Ludwig von Breitenbuch (54, CDU) war angetan: "Unser Ziel ist es, die Tierhaltung in Sachsen zu halten. Was nicht einfach ist. Direktvermarktung erschließt eigene Märkte."
Titelfoto: Ralph Kunz (2)
