Heiraten liegt nicht gerade im Trend: In Chemnitz wird immer seltener "Ja" gesagt
Chemnitz - Romantik? Ja. Ringe? Fehlanzeige. Der Tag der Liebe steht vor der Tür, doch immer weniger Paare trauen sich noch vor den Altar. Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamt zeigen, dass die Zahl der Eheschließungen bundesweit auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 1950 gefallen ist. Auch in Chemnitz geht der Trend nach unten.
707 Paare gaben sich im vergangenen Jahr das Jawort auf dem Standesamt. Ein Blick zurück zeigt den Rückgang deutlich: Vor zehn Jahren wurden hier noch 826 Ehen geschlossen.
Vor der Corona-Pandemie wurden jährlich konstant über 800 Ehen in Chemnitz geschlossen - inzwischen ist davon nicht mehr viel übrig.
"Im Zehn-Jahres-Rückblick kann demnach durchaus von einem Rückgang an Trauungen berichtet werden", bestätigt eine Sprecherin aus dem Rathaus. Die Zahlen schwanken zwar von Jahr zu Jahr, insgesamt ist jedoch ein Trend nach unten erkennbar.
Ein Blick auf den Familienstand unterstreicht den Trend: Aktuell gelten rund 92.000 Personen in Chemnitz als verheiratet - gezählt werden dabei Einzelpersonen, nicht die Paare.
Demgegenüber stehen 112.500 Menschen, die offiziell als ledig gemeldet sind. Heißt: Singles sind in der Stadt deutlich in der Überzahl.
Titelfoto: Bildmontage: picture alliance/dpa, Sven Gleisberg
