Hochwasser-Krisensitzung in Chemnitz: Kommt das Rückhaltebecken doch noch?

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Chemnitz - Im Bürgerhaus am Wall geht es am Donnerstag um besseren Hochwasserschutz für die Stadt Chemnitz: Vertreter des sächsischen Umweltministeriums sprechen mit Ordnungsbürgermeister Knut Kunze (55, parteilos), der Bürgerinitiative Hochwasserschutz Würschnitztal und Klaffenbachs Ortsvorsteher über dieses Thema.

Ralph Kirchübel (65, v.l.) und Frank Meyer (63) von der Bürgerinitiative und Ortschaftsrat Andreas Stoppke (63) fordern besseren Hochwasserschutz an der Würschnitz.
Ralph Kirchübel (65, v.l.) und Frank Meyer (63) von der Bürgerinitiative und Ortschaftsrat Andreas Stoppke (63) fordern besseren Hochwasserschutz an der Würschnitz.  © Sven Gleisberg

Die Flüsse in Chemnitz sind zwar relativ klein, das Risiko für Hochwasserschäden aber vergleichsweise groß: Eine Gefährdungsanalyse der Deutschen Versicherungswirtschaft zählt Chemnitz nach Freiburg und Wuppertal zu den am meisten durch Starkregen gefährdeten Städten.

Das Ziel von Bürgerinitiative und Ortschaftsrat: ein Regenrückhaltebecken in Jahnsdorf für eine Million Kubikmeter Fassungsvermögen. Ein Projekt, das die Landestalsperrenverwaltung 2016 verworfen hatte.

BI-Chef Ralph Kirchübel (65): "Das Beinahe-Hochwasser am Heiligabend 2023 hat gezeigt, dass die Höchstpegelstände von Würschnitz und Zwönitz zur selben Zeit in der Chemnitz ankommen können. Ein Becken dieser Größe hätte die Hochwasser 2002 und 2010 verhindert und wäre auch ein Schutz für die Innenstadt. Das hätten wir gern dem Minister persönlich erläutert."

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Georg-Ludwig von Breitenbuch (54, CDU) hatte sein Kommen auf Einladung von OB Sven Schulze (53, SPD) eigentlich zugesichert.

Oberbürgermeister Sven Schulze (53, SPD) hatte den sächsischen Umweltminister nach Chemnitz eingeladen.
Oberbürgermeister Sven Schulze (53, SPD) hatte den sächsischen Umweltminister nach Chemnitz eingeladen.  © Kristin Schmidt
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Klaffenbachs Ortsvorsteher Andreas Stoppke (66) will die Gelegenheit zum Gespräch trotzdem nutzen: "Ein Becken würde uns Zeit verschaffen. Selbst wenn es bei einem noch stärkeren Hochwasser überlaufen sollte, könnten sich Betroffene besser vorbereiten."

Titelfoto: Sven Gleisberg

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