Hohe Krankenkassen-Schulden: Chemnitzer Restaurant "Hispano" droht das Aus

Chemnitz - Mit der Teilnahme am Kabel-Eins-Format "Mein Lokal, Dein Lokal" schwebte das Restaurant "Hispano" in Chemnitz auf Wolke sieben. Eine Woche später ist die Stimmung am Boden.

Hispano-Chef Michael Weniger (37) hofft auf eine Einigung mit der AOK Plus.
Hispano-Chef Michael Weniger (37) hofft auf eine Einigung mit der AOK Plus.  © Kristin Schmidt

Vor einigen Tagen flatterte ein böser Brief ins Haus: Chef Michael Weniger (37) soll vom Vorbesitzer knapp 29.000 Euro Schulden aus Krankenkassenbeiträgen zahlen - eine Summe, die das spanische Restaurant zur Schießung zwingen könnte.

"Wir sind durch den ersten und zweiten Lockdown gekommen und waren gerade dabei, uns langsam zu erholen. Doch diese Nachricht ist für uns der Todesstoß. Das kam völlig aus der Kalten", erzählt Michael Weniger.

Hinter der Zahl verbergen sich nicht gezahlte Kranken-, Sozialversicherungs- und Umlagebeiträge vom Vorbesitzer. Weniger wusste davon, konnte allerdings 2020 einen Vergleich erreichen.

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Demnach sollte die Hälfte der Schulden monatlich durch Ratenzahlung getilgt werden. Doch nun fordert die AOK Plus auf einmal die volle Restsumme. "Das Schlimmste ist, dass niemand mit uns redet." Zieht die Krankenkasse die Vollstreckung durch, drohen dem Lokal Insolvenz und Schließung.

Das spanische Restaurant befindet sich an der Straße der Nationen.
Das spanische Restaurant befindet sich an der Straße der Nationen.  © Kristin Schmidt

Die AOK Plus sicherte auf TAG24-Nachfrage eine Stellungnahme zum Fall zu, kann dies aber erst zu einem späteren Zeitpunkt tun. Für den Hispano-Chef bedeutet das: weiterhin zittern!

Titelfoto: Kristin Schmidt

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