KI im Chemnitzer Rathaus: Wie können Behörden Chatbots nutzen?
Chemnitz - Am Mittwoch wollen SPD und CDU/FDP im Chemnitzer Stadtrat beim Thema KI den Druck aufs Rathaus erhöhen. In einem gemeinsamen Antrag fordern die Fraktionen von der Stadtverwaltung eine Strategie für den künftigen Einsatz von Künstlicher Intelligenz.
"Die Bürger sollen konkreten Nutzen erfahren", heißt es in der Begründung. Außerdem solle KI "nicht Selbstzweck" sein.
Konkrete Ideen: Die Chemnitzer sollen durch Hilfe bei Formularen, Chatbots oder Auskunftssystemen zu Terminen profitieren. Die städtischen Sachbearbeiter könnten damit entlastet und gleichzeitig geschult werden.
Die SPD-Fraktion hatte schon im März mit einem Fragenkatalog nachgehakt, wie weit das Rathaus beim Thema KI wirklich ist. Schon damals hatte das Rathaus erklärt, man arbeite an automatischer Übersetzung, Chatbot-Lösungen und dem Sortieren der Post per KI.
So bügelt Bürgermeister Ralph Burghart (56, CDU) den Vorstoß auch nicht ab, sondern bestätigt: Die Einführung von KI in der Stadtverwaltung sei bereits zum 1. September 2025 gestartet.
Er nennt "einen Chatbot im Bürgerservice", "ein internes KI-System mit eigenem Sprachmodell als lokalem Experimentierraum" oder ein "KI-gestützter Posteingang zur Klassifizierung und Weiterleitung von Dokumenten".
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Burghart erkennt nach eigenen Worten "ein erhebliches Potenzial als ergänzendes Werkzeug für eine moderne öffentliche Verwaltung".
Titelfoto: Ralph Kunz
