Kinderporno-Razzia in Sachsen: Polizei durchsucht zahlreiche Wohnungen
Chemnitz - Große Kinderporno-Razzia in Sachsen! Die Chemnitzer Kripo durchsuchte an zwei Tagen zahlreiche Wohnungen. Die Beamten stellten Handys, Computer und andere Speichermedien sicher. Gegen die Beschuldigten laufen die Ermittlungen.
Am Donnerstag (19. Februar) und am Dienstag bekamen mehrere Personen in Chemnitz, im Erzgebirge und in Mittelsachsen einen polizeilichen Überraschungsbesuch. Es ging um Kinderpornografie.
Die Chemnitzer Kriminalpolizei durchsuchte zusammen mit der sächsischen Bereitschaftspolizei Wohnungen in Chemnitz, Freiberg, Penig, Leisnig, Großweitzschen, Hartha, Geringswalde, Roßwein, Hartmannsdorf, Oelsnitz/Erzgebirge und Aue-Bad Schlema.
"Betroffen waren 21 Personen im Alter zwischen elf und 71 Jahren, die unangekündigten Besuch von den Beamten erhielten und Speichermedien aushändigen mussten", teilt die Polizei mit.
Insgesamt nahmen die Ermittler 40 Handys, mehr als 40 Computer und über 100 weitere Speichermedien mit. "Die Asservate werden nun ausgewertet, was erfahrungsgemäß einige Zeit in Anspruch nehmen wird", heißt es.
Gegen die Verdächtigen wird nun wegen Besitzes, Verschaffung oder Verbreitung von Kinderpornografie ermittelt.
Zwei Männer sollen Kinder ohne Körperkontakt missbraucht haben
Zwei der Beschuldigten haben ein weiteres Verfahren am Hals. "Gegen einen 47-jährigen Beschuldigten als auch einen 54-jährigen Beschuldigten (beide deutsch) wird nicht nur wegen Verschaffung von Kinderpornografie ermittelt, sondern auch noch wegen Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern ohne Körperkontakt", heißt es von der Polizei. Laut Strafgesetzbuch drohen dabei bis zu zehn Jahre Gefängnis.
Zudem stellten die Beamten bei dem 47-Jährigen elf, bei dem 54-Jährigen zwölf Datenträger sicher - darunter Computer, Handys und Festplatten.
Trotz der schwerwiegenden Vorwürfe gab es laut Polizeiangaben im Zuge der Durchsuchungsmaßnahmen keine Festnahmen.
Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa
