Krebsmittel-Skandal: Chemnitzer Apotheke droht sogar die Schließung

Chemnitz - Der Skandal um verfälschte Krebsmedikamente in einer Apotheke in Chemnitz spitzt sich zu. Die Landesdirektion wartet Ergebnisse der zweiten Untersuchung der gefundenen Proben ab, um über weitere Schritte gegen die beschuldigte Apotheke zu entscheiden.

Neun Ärzte in der Region ließen das Krebsmittel in der Chemnitzer Apotheke herstellen. Die Patienten sind informiert. (Symbolbild)
Neun Ärzte in der Region ließen das Krebsmittel in der Chemnitzer Apotheke herstellen. Die Patienten sind informiert. (Symbolbild)  © Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

Nach Behördenangaben könnten die Konsequenzen im schlimmsten Falle bis zu einer Schließung der Apotheke reichen.

Vor einigen Tagen hatte die Landesdirektion Sachsen mitgeteilt, dass sie bei einer Durchsuchung in einer Chemnitzer Apotheke falsch dosierte Krebsmittel, Zytostatika, gefunden hatte.

Die Zahl der betroffenen Patienten ist unbekannt, aber neun Ärzte in der Region ließen die Infusionen in dieser Apotheke herstellen.

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Die Landesdirektion untersagte der Apotheke sofort die Zytostatika-Herstellung. Jetzt prüften Mitarbeiter die Apotheke und stellten fest, dass das Labor außer Betrieb ist. Die Patienten werden von einer anderen Apotheke mit Zytostatika versorgt.

Bei der betroffenen Apotheke handelt es sich nach TAG24-Informationen um ein bekanntes Unternehmen in Chemnitz. Eine Anfrage um eine Stellungnahme blieb unbeantwortet.

Titelfoto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

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