Chemnitz - Jedes Jahr im März zur "Earth Hour" wird das bekannteste Wahrzeichen der Stadt Chemnitz für eine Stunde nicht angestrahlt. Am kommenden Freitag bleibt das Karl-Marx-Monument die ganze Nacht dunkel. Grund ist die "Earth Night".
Damit soll ein Zeichen gegen Lichtverschmutzung und für den Schutz der natürlichen Dunkelheit gesetzt werden. Das teilte die Stadt am Mittwoch mit.
Bürger, Unternehmen und Einrichtungen können sich an dem Event beteiligen, indem sie ab Einbruch der Dunkelheit, spätestens jedoch ab 22 Uhr, nicht notwendige Außenbeleuchtungen ausschalten oder reduzieren. Davon ausgenommen sind Beleuchtungen, die aus Sicherheitsgründen erforderlich sind.
"Künstliches Licht kann insbesondere Insekten, Vögel und andere nachtaktive Tiere beeinträchtigen. Darüber hinaus verbraucht unnötige Beleuchtung Energie und überstrahlt den natürlichen Nachthimmel", heißt es weiter aus dem Rathaus.
Mit der Aktion soll auf das Problem der fortschreitenden Lichtverschmutzung durch den zunehmenden Kunstlichtkonsum hingewiesen werden. Initiatoren sind die "Paten der Nacht", eine gemeinnützige, überparteiliche Organisation zur Eindämmung der Lichtverschmutzung.
Der Lulatsch bleibt anders als zur "Earth Hour" diesmal beleuchtet. Die "eins Energie" beteiligt sich nicht an der "Earth Night", wie eine Sprecherin auf TAG24-Anfrage mitteilte.
In der kommenden Woche wird es in der Chemnitzer City dann richtig hell. Dann findet vom 17. bis 19. September das Lichtkunstfestival "Light Our Vision" statt. Neben dem leer stehenden Congress-Hotel sollen auch Installationen an Orten und Gebäuden wie dem Düsseldorfer Platz, dem Jakobikirchplatz und an der Alten Post zu sehen sein.