Mega-Schlange in Chemnitz: Was war hier los?
Chemnitz - Nach fast zehn Jahren Pause gab es am Wochenende wieder einen Kostümverkauf der Theater Chemnitz. Schon vor dem Start reichte die Schlange bis in den Innenhof des Spinnbaus - und der Ansturm riss selbst am Nachmittag nicht ab. Alle warteten auf ausgefallene Kostüme oder tolle Schneiderarbeiten für den Alltag.
Häppchenweise ließen Theatermitarbeiter am Samstag ab 11 Uhr Personen in den Spinnbau, etwa 150 auf einmal. Sany und ihr Freund waren im ersten Schub dabei. Ihr Blick fiel sofort auf ein knallgrünes Kostüm mit aufgenähten Würstchen aus der Oper "Spuk unterm Riesenrad".
Den passenden Hut probierte sie direkt an. "Wir suchen nichts Bestimmtes", sagte sie, "aber ein Teil aus einem Stück, das wir gesehen haben, wäre toll."
Geduld brauchten Lotte und ihre Mama Katrin. "Ich war vom Ansturm überrascht. Wir haben sicherlich eine halbe Stunde gewartet", so Katrin. Gemeinsam suchten die beiden nach einem Faschingskostüm für Lotte. Der Kleinen hatten es große, bunte Tiermasken angetan.
Die Mutti fand sie unpraktisch: "Am Ende setzt man sie gar nicht auf."
Ein echtes Highlight: Ein Umhang aus Geldscheinen
Ein echtes Highlight entdeckten Christina Blume (31) und ihre Begleitung: einen Umhang aus Geldscheinen. "Total interessant", fand Blume.
"Allerdings habe ich keine Idee, wo ich es tragen könnte." Ihre Begleitung, eine ausgebildete Näherin, war begeistert. "Das ist ein Hammer-Aufwand!"
Den Preis von 200 Euro hielt sie für gerechtfertigt. "Ich würde das sofort kaufen, allerdings ist es zu schade, um es nur ein- oder zweimal zum Fasching zu tragen."
Titelfoto: Uwe Meinhold
