Mehrere Trupps im Einsatz: Jetzt werden Chemnitz' schlimmste Löcher gestopft

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Chemnitz - Der Winter hat sich verabschiedet, seine Spuren auf den Chemnitzer Straßen sind noch da. Seit Montag rücken Bautrupps den Schlaglöchern im Stadtgebiet mit heißem Asphalt zu Leibe. Die Schäden fallen deutlich höher aus als in vergangenen Jahren.

Für eine langfristige Ausbesserung wird im Frühjahr Heißasphalt aufgetragen.
Für eine langfristige Ausbesserung wird im Frühjahr Heißasphalt aufgetragen.  © Sven Gleisberg

"Derzeit sind zwei Kolonnen des städtischen Bauhofs im Einsatz", so eine Stadtsprecherin. Weil so viele Schadstellen geflickt werden müssen, hat das Tiefbauamt zusätzlich zwei mittelständische Chemnitzer Unternehmen zur Unterstützung beauftragt.

Die Reihenfolge der Reparaturarbeiten folgt dem Rang im Straßennetz: So sind die Reparatur-Kolonnen zunächst im Hauptstraßennetz anzutreffen.

"Im Anschluss daran werden Unfallgefahren auf Nebenstraßen sowie Parkplätzen und Zufahrtsstraßen, die sich in städtischer Baulast befinden, beseitigt", heißt es aus dem Rathaus.

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Angesichts der vergleichsweise längeren und stärkeren Frostperioden kalkuliert die Stadt mit mehr Winter-Schlaglöchern als im Vorjahr.

"Die über den Mängelmelder eingehenden Schadensmeldungen sind um etwa 20 Prozent höher als im gleichen Zeitraum 2025. Das Verkehrs- und Tiefbauamt der Stadt Chemnitz schätzt den gesamten Schadensumfang ebenfalls um 20 bis 30 Prozent höher ein", so die Sprecherin.

Die Truppen des Chemnitzer Bauhofes sind unterwegs, um Winterschäden und Schlaglöcher zu flicken.
Die Truppen des Chemnitzer Bauhofes sind unterwegs, um Winterschäden und Schlaglöcher zu flicken.  © Sven Gleisberg
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Instandsetzung bis Anfang Mai geplant

Autofahrer überhäuften den städtischen Mängelmelder in den vergangenen Wochen mit Beschwerden.
Autofahrer überhäuften den städtischen Mängelmelder in den vergangenen Wochen mit Beschwerden.  © Michael Brandt/dpa

Insgesamt weisen etwa 70 Prozent des Chemnitzer Straßennetzes dokumentierte Schäden auf. Vor allem betroffen: Abschnitte, die einer hohen Belastung durch Schwerlastverkehr ausgesetzt sind.

Sofern das Flicken der Straßen nicht von einer späten Frostperiode unterbrochen wird, soll der Großteil des Verkehrsnetzes bis Anfang Mai instand gesetzt sein.

Nach ersten Schätzungen der Stadt wird die Beseitigung der Winterschäden dieses Jahr rund 620.000 Euro kosten.

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"Der Bedarf liegt damit voraussichtlich um 10 bis 15 Prozent über dem Vorjahreswert", heißt es aus der Verwaltung.

Titelfoto: Sven Gleisberg

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