Ministerin auf Sachsens Problemstrecke unterwegs, doch wichtigste Frage bleibt ungeklärt

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Chemnitz/Leipzig - Unter strahlend blauem Himmel zieht die Landschaft am Zugfenster vorbei, während Sachsens Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (62, CDU) und der Parlamentarische Staatssekretär des Bundesverkehrsministeriums, Ulrich Lange (56, CSU), die Bedeutung der Strecke Chemnitz-Leipzig betonen. Doch entlang der Verbindung, die seit Jahren als Problemfall gilt, bleibt die entscheidende Frage unbeantwortet: Wann kommt endlich die moderne Bahnlinie?

OB Sven Schulze (54, SPD, v.l.) empfing Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (62, CDU) und den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Ulrich Lange (56, CSU), am Hauptbahnhof in Chemnitz.
OB Sven Schulze (54, SPD, v.l.) empfing Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (62, CDU) und den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Ulrich Lange (56, CSU), am Hauptbahnhof in Chemnitz.  © Kristin Schmidt

"Es ist wichtig, auch zu sehen, worüber man in Berlin redet und entscheidet", so Lange. Deshalb sei er der Einladung von Kraushaar zu der gemeinsamen Fahrt gefolgt, um sich selbst ein Bild von der Lage vor Ort zu machen.

Doch trotz der politischen Fahrt bleibt das Ergebnis bislang ernüchternd: Konkrete Beschlüsse zum weiteren Ausbau gibt es weiterhin nicht.

Die Strecke ist in einen Süd- und einen Nordabschnitt unterteilt. Während der Südabschnitt zwischen Chemnitz und Geithain bereits vergleichsweise konkret geplant ist, bleibt vor allem der Norden zwischen Geithain und Leipzig der eigentliche Streitpunkt.

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Auch dieser Abschnitt soll zwar zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert werden, finanziert aus Mitteln des Strukturwandels in den Kohleregionen.

Rund 500 Millionen Euro sind dafür bislang sicher. Aktuelle Schätzungen gehen allerdings von etwa 1,3 Milliarden Euro aus. Mit dem bisherigen Finanzierungsplan "schaffen wir das nie im Leben", stellt Kraushaar klar.

Machbarkeitsstudie wird ausgewertet

Die Strecke Chemnitz-Leipzig ist eingleisig. Um den Ausbau ringen alle Beteiligten seit vielen Jahren.
Die Strecke Chemnitz-Leipzig ist eingleisig. Um den Ausbau ringen alle Beteiligten seit vielen Jahren.  © Ralph Kunz

Wie genau es nun weitergehen kann, sollte eine Machbarkeitsstudie klären. Diese liege bereits vor, werde derzeit aber noch ausgewertet.

Fest steht bislang nur: Sowohl am zweigleisigen Ausbau als auch an der Elektrifizierung soll grundsätzlich festgehalten werden - als Voraussetzung für eine bessere Anbindung von Chemnitz an den Fernverkehr.

Offen ist vor allem die Reihenfolge der Umsetzung. Erst wenn diese feststeht, wollen Bund und Land weitere Finanzierungsmöglichkeiten prüfen.

Titelfoto: Bildmontage: Ralph Kunz, Kristin Schmidt

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