Chemnitz/Augustusburg - Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen. In Chemnitz läuft der alljährliche Frühlings-Rundumschlag auf Hochtouren.
Mitten im Stadtzentrum greifen die Gärtner derzeit zu Schaufel und Pflanzkelle: Auf insgesamt 488 Quadratmetern werden 12.750 Stiefmütterchen in die Beete gesetzt.
"Allein im Park am Roten Turm blühen dann 8250 blaue Stiefmütterchen, 3000 goldgelbe Stiefmütterchen sowie 2140 gesetzte Blumenzwiebeln", teilt die Stadt mit. Die Zwiebeln wurden bereits im vergangenen Herbst in die Erde gebracht. Wenn sie nun aufgehen, sorgen gelbe Narzissen, cremeweiße Tulpen und rote Kaiserkronen für ein farbenfrohes Frühlingsbild mitten in der City. Rund 5 000 Euro lässt sich die Stadt die Frühjahrsblüher kosten.
Auch in Augustusburg wird aktuell fleißig gearbeitet, damit die Drahtseilbahn rechtzeitig fit für die Saison ist: "Immer im Frühjahr werden von den 1500 Holzschwellen auf der Strecke etwa 40 bis 50 durch Exemplare aus Kunststoff ersetzt", erklärt Sprecher Falk Ester (57). "Die halten etwa 20 Jahre länger."
Außerdem wird die "Alte Lady" gründlich gewartet und der TÜV-Prüfung unterzogen. Am 28. März sollen die beiden Wagen dann wieder planmäßig rollen.
Boote seit zwei Wochen auf dem Schlossteich
Bei Falko Hirsch (52) an der Gondelstation am Chemnitzer Schlossteich herrscht derweil schon längst Betrieb: "Dieses Jahr ging's sehr früh los", sagt er.
Vor zwei Wochen hat er seine Boote aus der Winterruhe geholt und zu Wasser gelassen. "Im Frühling ist immer am meisten los - wenn die Leute raus wollen, aber noch nichts in ihren Gärten machen können."
Laut Deutschem Wetterdienst macht der Frühling in den nächsten Tagen eine kleine Pause: Zur Wochenmitte hin könne es vereinzelt zu Schauern kommen. Zudem wird es allmählich etwas kühler.
Einen Rat hat Gärtnermeisterin Ilka Voigt deshalb: "Allen Privatgärtnern würde ich empfehlen, mit den Frühblühern noch ein bis zwei Wochen zu warten."