Chemnitz - Nach der ersten Hitzewelle des Jahres steigt die Waldbrandgefahr im Chemnitzer Stadtgebiet mit seinen rund 3280 Hektar Wald. Der Trend betrifft ganz Sachsen: Im Landkreis Meißen gilt bereits die Waldbrandstufe 4. Unabhängig von den insgesamt fünf Gefahrenstufen gelten wichtige Verhaltensregeln, um das Risiko von Waldbränden so gering wie möglich zu halten.
Im Gespräch mit Forstbezirksleiter Ullrich Göthel (57) für das Revier Grüna wird schnell klar, die grundlegendste Regel lautet: kein offenes Feuer im Wald! "Die meisten Brände, die passieren, passieren aufgrund des Leichtsinns der Leute", sagt Göthel. Bereits ein Funke einer weggeworfenen Zigarette könne bei extremer Trockenheit ausreichen, um einen Flächenbrand auszulösen.
Chemnitz verfügt überwiegend über Misch- und Laubwälder, etwa im Zeisigwald. Diese gelten als weniger brandanfällig als reine Nadelwälder, da sie Feuchtigkeit besser speichern können. Dennoch beobachtet Göthel seit 2018 eine zunehmende Zahl von Waldbränden.
Zwar zählt die Region Chemnitz nicht zu dem Hauptbrandgebieten, treten kleinere Feuer jedoch häufiger auf als in den Jahren davor. Auslöser: häufig unachtsam entsorgte Zigaretten.
Wer einen Brand bemerkt, sollte sofort die 112 wählen
Wer einen Brand bemerkt, sollte umgehend die 112 wählen. Göthel empfiehlt, mit der Leitung in Verbindung zu bleiben und sich orten lassen, um den genauen Standort den Einsatzkräften zu übermitteln.
Entwickelt sich gerade erst eine Flamme, könne man versuchen, diese vorsichtig mit dem Schuh auszutreten.
Für den kommenden Sommer rechnet Göthel derzeit mit einer geringeren Waldbrandgefährdung. "Wenn die Witterung so bleibt, dass auf eine warme Phase, eine Regenphase und danach wieder eine warme Phase folgt, bleibt die Bodenvegetation in einem grünen Zustand."
Aktuelle Infos zur Waldbrandgefahrenlage unter mais.de/php/sachsenforst.php