Modellbahner fehlt Nachwuchs: Zukunftssorgen in Mini-Chemnitz
Chemnitz - Ob Küchwaldbühne, Kaufhaus Schocken oder bunte Esse: Auf der Anlage des Modellbahnclubs Chemnitz-Rottluff sind viele typische Bauwerke im Miniaturformat zu entdecken - und inmitten der Szenerie düsen Züge in der Spurweite H0. Am ersten und zweiten Januarwochenende öffnet der Verein sein Mini-Chemnitz vorerst zum letzten Mal für Besucher.
"Dieses Jahr (2025, Anm. d. Red.) ist der Lulatsch als Chemnitzer Wahrzeichen dazugekommen. Die Esse wurde aus einem Stück Rohr und Gips mit vielen Details angefertigt", sagt Vereins-Chef Tino Krauß (51). Gut einen Meter ragt der Schornstein auf der Anlage in die Höhe.
Nächstes Jahr wollen die Modellbauer die Straßenlaternen und Ampeln zum Leuchten bringen. "Eine Nachtszenerie wie beim Miniatur-Wunderland in Hamburg wäre toll", so Krauß.
Um die Anlage langfristig zu erhalten und auszubauen, ist der Verein dringend auf neue Mitstreiter angewiesen. "Unseren Club gibt es schon seit über 40 Jahren. Aber es fehlt an aktiven Mitgliedern, die unsere öffentliche Ausstellungen betreuen und die Kinder im Verein anleiten", bedauert Krauß.
"Deshalb ist nicht absehbar, ob es im Herbst wieder eine Ausstellung geben kann."
Wer sich das Mini-Chemnitz anschauen möchte, kann das am Samstag und Sonntag sowie am folgenden Wochenende jeweils von 10 bis 18 Uhr in der Blankenauer Straße 61 im JAPO-Gebäude. Der Zugang ist barrierefrei. Der Eintritt kostet 5 Euro, für Kinder 3 Euro.
Titelfoto: Ralph Kunz (2)
