Nach Spott über Chemnitzer Marktbaum: Wie geht es der Silberlinde?
Chemnitz - Er wurde als "lächerlich" geschmäht, kurz nach dem Einpflanzen alle naselang vermessen und Anfang 2024 sogar sein Wiederausgraben formal beantragt: der Chemnitzer Marktbaum.
Mittlerweile hat sich die einst magere Krone deutlich verzweigt und aus dem besenstielartigen Gewächs ist ein rundlicher, dicht belaubter Jungbaum geworden.
Auch die jüngste Hitzewelle überstand die Silberlinde inmitten von Pflastersteinen unbeschadet. Im Grünflächenamt wird die Entwicklung des Marktbaumes mit Wohlwollen registriert:
"Seit diesem Jahr hat das Wachstum die für die Silberlinde typische hohe Dynamik angenommen. Es kann davon ausgegangen werden, dass in diesem Jahr ein Höhenwachstum von rund 30 Zentimetern erreicht wird", so eine Stadtsprecherin.
Trotz seiner viel diskutierten Vorgeschichte und des Standortes mitten im Pflaster erhält der Marktbaum keine Extra-Pflege.
Pflanzung der Chemnitzer Silberlinde kostete 17.000 Euro
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"Eine häufigere Wassergabe gegenüber anderen Neupflanzungen ist nicht notwendig, da die ohnehin hitzebeständige Silberlinde in einem Unterflurcontainer mit Tiefenbelüftung gepflanzt wurde, der auch als Verdunstungsschutz dient", heißt es aus dem Rathaus.
Bei der 17.000 Euro teuren Pflanzung im Herbst 2023 hatte der unterirdische Pflanztopf einen Großteil der Kosten verursacht.
Titelfoto: Bildmontage: Kristin Schmidt (2)
