Chemnitz - Mit Ausnahme des Kulturhauptstadt-Marathons 2025 gibt es in Chemnitz seit knapp zehn Jahren keinen Stadtmarathon mehr. Vertreter verschiedener Sportvereine diskutieren nun, wie man das Großevent wieder beleben kann - als Teil eines Festivals.
Laut Steffen Kehrer (40) vom Chemnitzer Sportverein Lauf-KulTour gibt es viele Ideen, den Großlauf wiederzubeleben.
"Das Interesse an einer Fortführung ist definitiv vorhanden und dieses Momentum wollen wir natürlich nutzen", erzählte Kehrer bei einer Info-Veranstaltung am Montagabend.
Er spricht sich für ein Running-Festival zu einem bestimmten Zeitpunkt im Jahr und an einem bestimmten Ort in der Stadt aus, bei dem verschiedene Sportarten kombiniert werden.
Henry Wolf (42) von der Sportgemeinschaft Adelsberg (Abteilung Triathlon) findet die Idee gut. Er würde den Marathon in den Stadtpark verlegen, wo man vier Runden absolvieren müsste.
"Es ist flach, es sind Wege da, ohne große Straßensperrungen", erklärt Wolf. Außerdem ist er der Ansicht: "Wenn man ein Format hat, das noch keiner kennt, stößt das auf mehr Ohren."
Chemnitz will kein Alleinveranstalter sein
Sören Schramm (45) vom Chemnitzer Laufverein Megware sieht das ähnlich. Er spricht sich für einen Nachtmarathon aus.
Der Zweck: "Um eine Besonderheit zu bringen, die Läufer anzulocken - als Aufhänger." Auch Alexander Seidel (46) vom Athletic Sonnenberg teilt die Ansicht, dass es etwas Originelles sein muss, "was die Menschen abholt".
Steffen Kehrer will sich zeitnah an die Stadtverwaltung wenden, um die Idee für ein Running-Festival vorzuschlagen. Das Rathaus stellte bereits klar, dass es nicht als alleiniger Veranstalter fungieren will.
Aber: "Sollte sich ein privater Organisator oder Verein finden, der den Marathon wiedereinführen möchte, wird die Stadt Chemnitz dieses Engagement im Rahmen ihrer Möglichkeiten wohlwollend begleiten", so die Stadtverwaltung.