Nachwuchs für Tierpark-"Spakko": Süßes Wisent-Kälbchen sorgt für Lichtblick in Chemnitz

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Chemnitz - Im Wildgatter Oberrabenstein in Chemnitz ist der Frühling wortwörtlich mit einem Lichtblick gestartet: Am 16. Mai wurde das erste Wisentkalb des Jahres geboren. Ein weibliches Jungtier, das passenderweise den Namen "Ora" bekam. Der Name bedeutet "das Licht" und ist eine kleine Hommage an den Internationalen Tag des Lichts, an dem das Kalb die Welt erblickte.

Ora ist das erste Wisentkalb des Jahres im Wildgatter Oberrabenstein.
Ora ist das erste Wisentkalb des Jahres im Wildgatter Oberrabenstein.  © Kristin Schmidt

Mama Onia kümmert sich seither rührend um den Nachwuchs und die kleine Ora entwickelt sich offenbar prächtig. Soweit die Idylle auf der Weide.

Weniger zart, aber dafür deutlich einprägsamer, ist der Name des Vaters: Spakko. Der ungewöhnliche Name dürfte bei manchem Besucher zunächst für ein Schmunzeln sorgen.

Wildgatter-Leiter Mathias Wagner (38) hat dafür jedoch eine ganz einfache Erklärung: Die meisten Wisente in zoologische Einrichtungen tragen die Anfangsbuchstaben ihres Geburtsortes im Namen. So steht das "Or" in "Ora" für Oberrabenstein.

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"Spakko stammt aus der Wisent-Zucht in Springe", erklärt Wagner. Die Jungtiere dort bekommen Namen mit "Sp". Wagner: "Und irgendwann gehen halt mal die Namen aus" - die guten zumindest.

Aber: "Auch wenn er so heißt, ist er keiner", betont Wagner. Schließlich hat Spakko gerade bewiesen, dass er seinen Job in der Herde bestens beherrscht und seinen Beitrag zum Fortbestand geleistet.

Mathias Wagner (38), Leiter des Wildgatters Oberrabenstein, ist stolz auf den Wisent-Nachwuchs.
Mathias Wagner (38), Leiter des Wildgatters Oberrabenstein, ist stolz auf den Wisent-Nachwuchs.  © Kristin Schmidt
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Wisente standen kurz vor dem Aussterben

Zusammen mit Mutter Onia (r.) und Vater Spakko (l.) erkundet Ora ihre Umwelt.
Zusammen mit Mutter Onia (r.) und Vater Spakko (l.) erkundet Ora ihre Umwelt.  © Kristin Schmidt

Denn Wisente sind zwar die größten Landsäugetiere Europas - ausgewachsene Bullen bringen bis zu einer Tonne auf die Waage, Kühe bis zu 600 Kilogramm.

Trotzdem stand die Art im vergangenen Jahrhundert kurz vor dem Aussterben. Nur durch internationale Erhaltungszuchtprogramme konnte der Bestand gerettet werden.

Im Wildgatter lebt derzeit eine Herde von fünf Tieren.

Titelfoto: Kristin Schmidt

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