Poliklinik feierlich eröffnet: Millionenprojekt im Herzen von Chemnitz

Chemnitz - Ein Millionenprojekt für die ambulante Gesundheitsversorgung ist am Freitag im Herzen von Chemnitz feierlich eröffnet worden: Mit der neuen Poliklinik "Praxiswelt" im Johanniskarree an der Bahnhofstraße sind nun zahlreiche Praxen, die bislang über das gesamte Stadtgebiet verteilt waren, an einem zentralen Standort gebündelt. Rund 22 Millionen Euro wurden in den Neubau investiert.

Roy Friese (53, r.) ist kaufmännischer Geschäftsführer der Poliklinik.  © Sven Gleisberg

"Durch die Bündelung der Praxen verkürzen sich insbesondere für ältere Patienten die Wegstrecken", sagt der kaufmännische Geschäftsführer Roy Friese (53).

Auf rund 10.000 Quadratmetern arbeiten künftig 40 Ärzte sowie insgesamt 145 Mitarbeiter aus mehr als 16 Fachrichtungen unter einem Dach - von der allgemeinmedizinischen Versorgung über HNO und Kardiologie bis hin zu einem ambulanten Operationszentrum.

Ergänzt wird das Angebot durch moderne Diagnostik mit CT, MRT und Röntgen, ein Blutentnahmezentrum sowie eine Apotheke, ein Sanitätshaus und einen Hörgeräteakustiker.

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In einzelnen Bereichen könnten sich künftig auch die Wartezeiten für Termine verkürzen, doch nicht überall läuft es reibungslos:

"In der Kardiologie wurden uns zwei Ärzte abgeworben", so der medizinische Geschäftsführer Jan Ernstberger (51).

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In der Poliklinik "Praxiswelt" sind mehr als 16 Fachabteilungen ansässig.  © Ralph Kunz
Die neuen Praxen sind seit dieser Woche alle bezogen.  © Sven Gleisberg
Im Atrium der neuen Poliklinik ist die zentrale Anmeldung angesiedelt.  © Sven Gleisberg
In der obersten Etage gibt es ein Zentrum für Reha-Therapie.  © Sven Gleisberg
Ein modernes CT befindet sich im Neubau.  © Sven Gleisberg

Erste Eingriffe haben schon stattgefunden

Im Johanniskarre sind nun viele Praxen der Poliklinik gebündelt.  © Ralph Kunz

Auch in der Radiologie warte man noch auf Genehmigungen für weitere Stellen. Trotzdem sei der Neubau ein wichtiger Schritt gewesen. "An den alten Standorten gab es teilweise Nachholbedarf bei technischen und hygienischen Standards."

Nachdem in den vergangenen Wochen alle Praxen eingezogen sind und bereits die ersten Eingriffe im ambulanten OP-Zentrum stattgefunden haben, gehe es nun vor allem darum, die Abläufe weiter zu optimieren.

Friese: "Wir schauen jetzt, wie sich die Patienten zurechtfinden und ob wir nacharbeiten müssen."

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